Tomaten platzen auf: Ursachen und Gegenmaßnahmen

Tomaten platzen auf: Ursachen und Gegenmaßnahmen

Tomaten platzen manchmal an der Staude auf. Anhand der Form und Tiefe der Risse können Hobbygärtner die Ursache ergründen - und gezielt gegensteuern.

Unreife und reife Tomaten

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Tomaten mögen keine großen Temperaturschwankungen. Foto: Tobias Hase

Viel Nässe und kühle Temperaturen im Wechsel mit sehr heißen Tagen in den vergangenen Monaten haben ihre Spuren an den Tomaten im Garten hinterlassen. So platzt manche Frucht nun auf. Manchmal ist daran aber auch die falsche Versorgung schuld. Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz erklärt die möglichen Ursachen:

Tomaten platzen ringförmig auf

Schuld ist hier der Wetterwechsel. Auf heiße folgen kühlere Tage, aber der Wurzeldruck kann sich so schnell nicht anpassen. Er ist noch auf hohen Verbrauch eingestellt, weshalb ein Überdruck in den Früchten entsteht und sie aufplatzen. Ein anderer Grund kann das Entfernen von Triebspitzen sein. Was kann der Gärtner tun? Um weitere Früchte vor dem Aufplatzen zu schützen, sollte man bei solchen Witterungsänderungen künftig weniger gießen und etwa die Schwankungen von kühleren Nächten zu wärmeren Tagen mit einer Folie abfangen.

Tomaten reißen kreisförmig und flach ein

Die Tomaten haben zu viel Sonne abbekommen. Im nächsten Jahr sollte man weniger Seitentriebe entfernen, damit mehr Blätter den Früchten mehr Schatten bieten.

Tomaten bekommen streifige oder sternförmige Risse

Die Experten sprechen hier von einem komplexen Ursachengeflecht. Was man tun kann dagegen? Die Tomaten immer gleichmäßig mit Nährstoffen versorgen und dafür sorgen, dass Luftfeuchtigkeit und Temperatur nicht zu hoch sind. Das heißt: Die Tomaten brauchen vielleicht etwas künstlichen Schatten.

Tomaten haben viele kleine Risse

Wenn nasse Früchte etwa an heißen Tagen zu schnell abtrocknen, kommt es zu diesem Schadbild. Vorbeugend sollte man die Früchte vor Regen schützen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 27. Juli 2017