Kompost: Wann ist er fertig?

Kompost: Wann ist er fertig?

Aus Grünabfällen wird innerhalb weniger Monate nährstoffreiche Blumenerde. Doch wie lange braucht Kompost eigentlich? Und wie erkennt man seine Reife?

Reifer Kompost stinkt nicht

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Der Kompost lässt sich als Blumenerde nutzen, wenn er nur noch aus feinen Krümeln besteht und einen Waldgeruch hat.

Grünabfälle werden zu Kompost, doch davon gibt es verschiedene Reifestadien. Nach gut drei bis vier Monaten ist zum Beispiel Frischkompost fertig. Er ist angerottet, aber hat noch gröbere Teile. Er taugt laut Umweltbundesamt zum Mulchen und zum Verbessern des Gartenbodens.

Reifer Kompost riecht nach feuchter Walderde

Reifekompost, auch Humusdünger genannt, ist im Sommerhalbjahr nach vier bis sechs Monaten fertig. Über den Winter braucht er länger, etwa sechs bis zwölf Monate. Aber länger als ein Jahr sollte Kompost nicht lagern, da sich danach die guten Inhaltsstoffe - organische Substanzen - weiter abbauen. Abgesehen von der vergangenen Zeit ist der Geruch ein Hinweis auf reifen Kompost: Er sollte nach feuchter Walderde riechen. Und er hat feine Krümel.

Den Kressetest für Kompost machen

Außerdem gibt es folgenden Test: Das Umweltbundesamt rät, eine Hand voll Kompost und Gartenerde zu mischen, in einen Topf zu geben und anzufeuchten. Dann kommen Samen von Kresse darauf, der Topf wird mit klarer Folie abgedeckt. Der Kompost ist reif, wenn nach rund einer Woche viele Samen zu Keimlingen geworden sind und diese auch rasch weiterwachsen, ohne sich gelb oder braun zu verfärben. Das ist ein Zeichen, dass der Kompost verträglich ist für Pflanzen.

Unfertige Komposterde nur als Mulch vewenden

Entwickeln sich die Keimlinge nicht so gut, sollte man den Kompost nur als Mulch auf der Erde verwenden oder zur Verbesserung des Bodens, aber nicht direkt als Blumenerde.

Komposthaufen an schattigem Ort anlegen

Ein guter Platz für einen Kompost ist schattig und windgeschützt. Der Haufen wird idealerweise nicht auf versiegeltem Boden mit Stein-, Beton- oder Asphaltbelag angelegt, sondern der Boden muss offen sei. So gelangen Regenwürmer und andere Insekten zu den Grünabfällen und können sie zersetzen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 21. Juni 2018