Heimische Vögel erkennen

Heimische Vögel erkennen

Einen Spatz erkennen die meisten. Auch Amseln und Meisen können viele unterscheiden. Daneben gibt es viele weitere Vogelarten, die sehr häufig in den Kleingärten, Parks und über den Dächern der Stadt um die Wette zwitschern und gut zu beobachten sind. Die häufigsten und ein paar etwas seltenere heimische Vögel im Kurzportrait.

  • Rotkehlchen© dpa
    Rotkehlchen, zu erkennen an der namensgebenden rostroten Kehle, sind wahrscheinlich die neugierigsten, mutigsten und zutraulichsten Singvögel hierzulande. Und echte Frühaufsteher sind sie auch: Ihr Gesang ist schon zur ersten Morgendämmerung zu hören und wechselt zwischen virtuosen Melodien, Klick- und Zwitschergeräuschen.
  • Kleiber© dpa
    Der Kleiber ist ein wahrer Kletterkünstler: Er ist der einzige Vogel in Deutschland, der kopfüber klettern kann. Der Körper des Singvogels wirkt recht gedrungen. Die Oberseite seines Gefieders ist blaugrau. Die Unterseite ist weiß bis ockerfarben und manchmal sogar rostrot gefärbt. Im Gesicht trägt der Kleiber eine schwarze Augendbinde. Kleiber bevorzugen alte Baumbestände, sind also meistens an Eichen und Buchen zu finden.
  • Kohlmeise© dpa
    Die Kohlmeise hat ihren Namen von ihrer kohlschwarzen Kopffärbung und dem Brustband, das sich über den leuchtend gelben Bauch zieht. Charakteristisch sind auch die strahlend weißen Wangen. Die Kohlmeise ist die größte Meisenart in Europa und einer der am häufigsten gesehenen Wintergäste.
  • Blaumeise© dpa
    Blaumeisen sind deutlich kleiner als Kohlmeisen und baden ganz besonders gern. Neben Bädern in Wasserbädern und Pfützen genießen Blaumeisen auch ausgedehnte Bäder im Schnee. Man erkennt sie am hellblauen Gefieder am Kopf und auf der Oberseite der Flügel. Das Gesicht ist weiß und hat einen schmalen, schwarzen Augenstreif. Der Rücken ist grünlich, die Schwanzfedern graublau und der Bauch gelb. Da kein anderer Vogel in ganz Europa eine solche Färbung hat, ist die Bestimmung sehr einfach.
  • Schwanzmeise© dpa
    Die winzige Schwanzmeise ist ein besonderer Gast in unseren Breiten. Sie lebt normalerweise in Skandinavien und kommt nur im Winter zu uns - und zwar selten allein. Schwanzmeisen wirken außergewöhnlich verspielt und fliegen auf der Suche nach Nahrung in Gruppen von Baum zu Baum.
  • Nachtigall© dpa
    Die Nachtigall ist viel häufiger zu hören als zu sehen. Denn der zierliche Singvogel mit dem melodischen Gesang ist mit seinem graubraunen Gefieder eher unscheinbar und zwischen Blättern, Zweigen und Rinde kaum zu finden. Außerdem singen nur die Männchen, und das auch nur während der Brutzeit im Frühling. Verkompliziert wird die Sache auch dadurch, dass die Nachtigall, wie der Name schon sagt, hauptsächlich nachts singt. Und dann ist es ja bekanntlich dunkel.
  • Haussperling (Männchen)© dpa
    Spatzen sind in Berlin weit verbreitet. Doch Spatz ist nicht gleich Spatz: Ornithologen unterscheiden zwischen Haussperling und Feldsperling. Der Haussperling, der hier auf dem Bild zu sehen ist, ist der am häufigsten in Berlin vorkommende Vogel. Das Männchen ist an seinem schwarzen oder dunkelgrauen Brustlatz und der aschgrauen Kopfplatte zu erkennen. Die Weibchen sind etwas unscheinbarer: Sie sind durchgehend graubraun mit leichten Schattierungen im Gefieder.
  • Feldsperling© dpa
    Feldsperlinge sind etwas kleiner und schlanker als Haussperlinge - und deutlich seltener. Oberkopf und Nacken sind braun, an der Kehle und auf den Wangen tragen sie einen kleinen, schwarzen Fleck. Besonders auffällig: Auf den Flügeln zeichnen sich zwei weiße Binden ab. Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum.
  • Amsel© dpa
    Amseln sind leicht zu erkennen - vor allem die Männchen: Schwarzes Gefieder, gelber Schnabel und um die Augen ein schmaler gelber Ring. Das Gefieder der Weibchen ist vorwiegend dunkelbraun, der Schnabel hornfarben. Amseln suchen vor allem am Boden nach Käfern und Würmern und rascheln dafür aufgeregt durch alte Blätter. Sie sind auch an ihrem melodischen Gesang zu erkennen.
  • Grünfink© dpa
    Das Gefieder des Grünfinks ist gelbgrün, die Flügel weisen auch graue Federn auf. Auf dem Speiseplan des Grünlings, wie er auch genannt wird, stehen hauptsächlich Körner und Samen. Aber auch Beeren verschmäht er nicht.
  • Stieglitz© dpa
    Der Stieglitz ist auch unter dem Namen Distelfink bekannt, denn Disteln sind seine bevorzugte Futterpflanze. Charakteristisch für den Stieglitz sind die rote Gesichtsmaske und eine leuchtend gelbe Binde an den Flügeln. Der Schwanz ist schwarz mit weißen Tupfen. Wegen seines hübschen Aussehens wird der Stieglitz leider bis heute als Käfigvogel gehalten.
  • Buchfink (Männchen)© dpa
    Buchfinken suchen ihre Nahrung wie Beeren, Samen, Insekten und Spinnnen vor allem auf dem Erdboden. Dort picken sie das Futter mit schnellen Bewegungen auf. Wenn sie laufen, nickt der Kopf. Die Brust des Buchfinks ist weinrot, Oberkopf, Nacken und Halsseiten sindgraublau. Die Weibchen tragen ein eher unauffälliges Federkleid in braun und beige. Wenn der Buchfink nicht gerade am Boden nach Futter sucht, verbringt er seinen Zeit meist in Baumkronen und Büschen, wo er auch sein halbkugelförmiges Nest versteckt.
  • Star© dpa
    Das Federkleid von Staren ist schwarz und funkelt metallisch grün. Stare sind so gut wie nie allein unterwegs: Sie sammeln sich in kleinen Gruppen und durchkämmen die Wiesen gemeinsam nach Nahrung. An lauen Sommerabenden bevölkern sie die Baumkronen und sind nicht zu überhören. Faszinierend sind auch die riesigen Winterschwärme, die vor dem Himmelsblau immer wieder die Form ändern.
  • Eichelhäher© dpa
    Der Eichelhäher gehört zu den Rabenvögeln. Seinen Namen hat er daher, dass er vor dem Winter zahlreiche Vorräte aus Eicheln und Nüssen anlegt. Bis zu zehn Eicheln kann er in seinem Kehlsack transportieren. Das Gefieder ist braun, die Flügel weisen eine schwarz-blaue Bänderung auf. Der äußere Rand ist weiß. Zu erkennen ist er auch an seinem "Gesang": Ein lautes rätschendes Schreien, das fast alle anderen Vögel die Flucht ergreifen lässt.
  • Buntspecht© dpa
    Der Buntspecht, zu erkennen an den leuchtend roten Schwanzfedern und dem roten Genickfleck, baut eigentlich mit lautem Klopfen Bruthöhlen in Bäume. In Städten nutzt der Vogel dafür gelegentlich auch Hauswände - und macht sich damit wenig Freunde. Für seine charakteristischen Trommelwirbel nutzt er Bäume und Äste als Resonanzkörper - und manchmal sogar Regenrinnen.
  • Grünspecht© dpa
    Der Grünspecht sucht seine Nahrung hauptsächlich am Boden: Ameisen sind seine Leibspeise. Grünspechte "trommeln" deutlich weniger als Bundspechte. Dafür "singen" sie mehr: Ihr mehrsilbiger Ruf ähnelt dem Lachen von Menschen. Den Kopf schmückt eine schwarze Gesichtsmaske und eine feuerrote Kappe. Sein Federkleid ist olivgrün, Brust und Bauch sind beige. Obwohl man ihn recht selten sieht, ist der Bestand des Grünspechts nicht gefährdet. Der Bestand des Buntspechts ist allerdings zehnmal größer.

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