Schmetterlinge in den Garten locken

Schmetterlinge in den Garten locken

Mit den richtigen Pflanzen kommen Schmetterlinge fast von alleine in den Garten. Ein weit verbreitetes Unkraut ist bei den Faltern besonders beliebt.

Kleine Fuchs

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Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs brauchen als Raupe die Brennnessel - später ernähren sie sich vom Nektar aus Blüten.

Schmetterlinge bringen nicht nur Farbe in den Garten. Genau wie Bienen und Hummeln bestäuben sie die Blüten von den verschiedensten Pflanzen und tragen so zur ökologischen Vielfalt bei. Durch die Auswahl der Pflanzen können Hobbygärtner Einfluss auf die Zahl und Arten der Schmetterlinge im Garten nehmen.

Brennnesseln für Schmetterlinge stehenlassen

Rund die Hälfte der heimischen Schmetterlinge nutzen als Raupen die Brennnessel zum Fressen. Dazu gehören etwa Tagpfauenauge, Landkärtchen und Kleiner Fuchs. Ihre Raupen ernähren sich sogar ausschließlich von der Brennnessel, erläutert Ursula Bauer von der Organisation Aktion Tier. Nur die erwachsenen Schmetterlinge ernähren sich von Nektar, den sie mit ihrem langen Rüssel aus den Blüten saugen. Um viele Schmetterlinge in den Garten zu locken, sollten Gartenbesitzer daher nicht alle Nesseln entfernen.

Zitronenfalter-Raupen ernähren sich von Faulbaumblättern

Neben der Brennnessel gibt es weitere wichtige Fraßpflanzen für Schmetterlingsraupen. Der Zitronenfalter fliegt z.B. auf Faulbäume. Trauermantel und Großer Fuchs mögen vor allem Weiden. Fenchel, Dill, Wilde Möhre und Möhre werden vom Schwalbenschwanz zur Eiablage bevorzugt. Da auch die vielen anderen heimischen Schmetterlinge bestimmte Futterpflanzen benötigen, lockt ein naturnaher Garten mit einer großen Pflanzenvielfalt die meisten Arten an.

Schmetterlinge brauchen unterschiedliche Nektarpflanzen

Während die Raupen Blätter, Blüten oder Wurzeln fressen, ernähren sich die Schmetterlinge vor allem vom Nektar verschiedenener Blütenpflanzen. Da viele Schmetterlinge durch die Länge ihres Rüssels an bestimmte Blütenarten angepasst sind, hat auch die Auswahl der Blühpflanzen einen Einfluss auf die Anzahl und Arten der Schmetterlinge im Garten.

Schmetterlinge bevorzugen Blüten in lila und rosa

Zu den beliebtesten Nektarpflanzen für Schmetterlinge gehören stark duftende Blütenpflanzen wie Sommerflieder, Disteln und Herbstastern. Wicken und blühende Kräuter wie Dill, Liebstöckel oder Thymian locken ebenfalls viele Schmetterlinge an. Locksignal ist neben dem Duft vor allem die Farbe der Blüte. Während lila und rosa Blüten vor allem für die bunten tagaktiven Schmetterlinge attraktiv sind, bevorzugen Nachtfalter weiße Blüten.
vogelpflanzen vogelsträucher vögel anlocken
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Fotostrecken:

  • Bunte Falter© dpa
    Schmetterlinge bestimmen
  • Blumen auf Balkon und Terrasse© dpa
    Beliebte Blumen für Balkon und Terrasse
  • Rotkehlchen© dpa
    Heimische Vögel erkennen

Quelle: bor/BerlinOnline/dpa

| Aktualisierung: 19. Juli 2018

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