Osterfeuer veranstalten: Anmeldung, Sicherheit, Notfälle

Osterfeuer veranstalten: Anmeldung, Sicherheit, Notfälle

Osterfeuer haben Tradition, aber Veranstalter dürfen nicht blauäugig sein. Tipps, worauf man achten sollten.

Osterfeuer auf dem Land

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Gefährlicher Funkenflug: Osterfeuer sollten nicht direkt neben einem Haus oder am Waldrand entfacht werden. Foto: Bernd von Jutrczenka

Die hohen Flammen eines Osterfeuers können schnell gefährlich werden- ausreichend Abstand zu Gebäuden, Bäumen und Straßen ist deshalb sehr wichtig. Worauf Veranstalter von Osterfeuern, aber auch Privatpersonen, sonst noch achten müssen, erklärt der Deutsche Feuerwehrverband:

Osterfeuer anmelden ja oder nein?

Große Osterfeuer werden von örtlichen Vereinen und Gruppen organisiert. Sie müssen das Osterfeuer als Veranstaltung bei der zuständigen Behörde anmelden. Das ist häufig das Ordnungsamt.
Ein Osterfeuer im eigenen Garten wird als Lagerfeuer eingestuft und muss nicht angemeldet werden. Aber: Privatpersonen, die auf dem eigenen Grundstück ein Osterfeuer planen, sollten den Rat von Stephan Fleischer, Pressesprecher der Berliner Feuerwehr, beherzigen: "Ein Lagerfeuer auf dem eigenen Grund und Boden ist erlaubt, aber nur solange dadurch niemand gefährdet oder belästigt wird."
Lagerfeuer, also auch Osterfeuer, in öffentlichen Grünanlagen und Parks sind in Berlin generell verboten. Zuständig ist hier das Grünflächenamt.

Standort für Osterfeuer

Ein Osterfeuer muss mindestens 100 Meter Abstand zu Straßen und 50 Meter zu Gebäuden und Bäumen haben.

Was darf beim Osterfeuer verbrannt werden?

Erlaubt ist das Verbrennen von unbehandeltem Holz und trockenen Pflanzenresten beim Osterfeuer. Kunststoffe wie Plastiktüten und Autoreifen, aber auch sonstige Abfälle sowie zum Beispiel lackierte Hölzer sind verboten. Das Abbrennen setzt Schadstoffe frei und schadet der Umwelt. Wer Haus- oder Sperrmüll verbrennt, begeht sogar eine Ordnungswidrigkeit. Vorsicht ist bei brennbaren Flüssigkeiten als Brandbeschleuniger geboten. Wird zu viel Material auf einmal abgebrannt, fliegen Funken. Feuchtes Grünzeug entwickelt viel Rauch.

Strohballen nicht als Sitzgelegenheit nutzen

Strohballen sind irgendwie romantisch und scheinen gut zu einem ländlichen Event wie einem Osterfeuer zu passen. Trotzdem sollten Strohballen niemals als Sitzgelegenheit während eines Osterfeuers genutzt werden. Schon allein die Hitzestrahlung des Feuers kann sie entzünden.

Keine Tiere verbrennen

Vögel, kleine Säugetiere und Insekten suchen Unterschlupf in dem Stapel aus Ästen und trockenem Holz. Daher sollte der Haufen für das Osterfeuer erst kurz vor dem Anzünden aufgeschichtet oder noch einmal neu aufgeschichtet werden. Das schreckt die Tiere auf und vertreibt sie.

Osterfeuer beaufsichtigen

Offenes Feuer darf nie unbeaufsichtigt abbrennen, und der Veranstalter darf die Stelle nach dem Löschen erst verlassen, wenn sie komplett erkaltet ist. Gerade Kinder müssen im Auge behalten werden.

Osterfeuer-Unfälle behandeln

Kleinere Verbrennungen werden 10 Minuten lang mit 10 bis 20 Grad warmem Wasser gekühlt. Großflächige Verbrennungen und Stellen, an denen Substanzen an der Haut festkleben, werden erst nur abgelöscht. Eine längere Kühlung könnte hier Komplikationen zur Folge haben. Direkt den Notarzt unter 112 alarmieren. Für den Fall der Fälle sollte eine Zufahrt für die Feuerwehr und den Rettungsdienst frei sein.
Ostern
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Ostern

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Quelle: kra/berlin.de/dpa

| Aktualisierung: 23. April 2019

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