Gemüse und Obst auf dem Balkon anbauen

Gemüse und Obst auf dem Balkon anbauen

Wer keinen Garten oder nur ein kleines Fleckchen Grün hat, muss auf Obst und Gemüse aus eigener Ernte nicht verzichten. Viele Gemüsesorten und manches Obst wächst auch in Töpfen und Kübeln auf dem Balkon.

  • Setzlinge© dpa
    Ob man Gemüsepflanzen selbst aus Samen zieht oder fertige Kleinpflanzen kauft, ist eigentlich egal. Hauptsache, es wachsen später auch ein paar Früchte.
  • Tomaten© dpa
    Tomaten wachsen mit etwas Arbeitsaufwand sehr gut und tragen nach drei Monaten die ersten reifen Früchte. Die Tomaten dürfen nicht grün geerntet werden. Die Früchte müssen richtig schön rot sein, sonst sind sie nicht genießbar. So geht es: Tomaten können ab Mitte Mai ins Freie gepflanzt werden, wenn sich der Boden ausreichend erwärmt hat. Tomaten gedeihen am besten an einem sonnigen, regengeschützten Standort. Die Pflanzen müssen regelmäßig aber nicht zu viel gegossen werden. Spiralstäbe dienen den Pflanzen als Rankhilfe, ein nährstoffreicher Boden ist unerläßlich. Damit Tomatenpflanzen viele Früchte tragen, müssen Seitentriebe immer wieder ausgebrochen und die Pflanzen gedüngt werden. Mehr zum Thema Tomaten anbauen
  • Zucchini© dpa
    Zucchini gedeihen auch im Kübel auf dem Balkon. So geht es: Von April bis Mai werden Zucchini in Töpfchen mit Aussaaterde gesät. Nach zwei bis vier Wochen, wenn keine Spätfröste mehr drohen, können die Pflanzen ins Freiland-Beet. Zucchini bevorzugen sonnige und windgeschützte Standorte sowie lockere und nährstoffreiche Böden. Großzügige Kompostgaben verheißen eine reiche Ernte von Juni bis Oktober. Mehr zum Thema Zucchini anbauen
  • Erdbeeren© dpa
    Wer im Sommer süße Früchte ernten möchte, sollte noch im März das Erdbeerbeet vorbereiten. Für den Baklon eigenen sich kleinere Sorten, die z. B. als Ampelpfanzen zudem sehr hübsch aussehen. So geht es: Alte und kranke Blätter der Stauden werden mit der Schere entfernt. Zwischen den einzelnen Erdbeerstauden muss das Unkraut entfernt werden. Die Pflanzen bekommen eine neue Mulchschicht und bis zu 30 Gramm Beerendünger. Die Stauden tragen in der Regel zwei bis drei Jahre Früchte. Danach sollten neue Pflanzen gesetzt werden, oder man gönnt den alten Stauden einen Standortwechsel. Mehr zum Thema Erdbeeren anbauen
  • Kartoffel© dpa
    Kartoffelsorten wie das "Bamberger Hörnchen" können Hobby-Gärtner auch im Kübel auf der Terrasse oder dem Balkon ziehen. Da sie viele kleine Knollen bilden und zum Wuchern neigen, erfordern sie aber einige Handarbeit. So geht es: Gepflanzt werden die Knollen ab Ende März, der Boden sollte humusreich, locker und leicht sein. Im Beet sollte ein Reihenabstand von 60 Zentimetern eingehalten und in der Reihe alle 45 Zentimeter eine Saatkartoffel in 8 bis 15 Zentimetern Tiefe gelegt werden. Wenn die Jungpflanzen kräftig genug gewachsen sind, ist es sinnvoll, sie mit Erde anzuhäufeln, da so die Ausbildung der Knollen gefördert wird. Bereits zwei bis drei Monate nach dem Setzen kann mit der Ernte begonnen werden. Mehr zum Thema Kartoffeln anbauen
  • Chili-Schoten© dpa
    Chilis sind als Topfkulturen für den Balkon gut geeignet. Denn im Topf lassen sie sich dahin transportieren, wo es richtig warm ist. Zuviel Sonne verbrennt allerdings die Blätter der Pflanzen. Ein warmes, schattiges Plätzchen ist deshalb am besten. So geht es: Die Samen können von Mitte Februar bis Mitte März ausgesät werden. Damit sie nicht austrocknen, sollten sie anfangs mit einem Glas oder Folie abgedeckt werden. Eine Styroporunterlage schützt gegen Kälte von unten. Sobald die Pflanzen ein paar Blätter haben, können sie in größere Töpfe umgesetzt werden. Bei viel Licht und Wärme um die 22 Grad wachsen die Pflanzen mit botanischem Namen 'Capsicum anuum' schnell. Ab August werden die feurigen Schoten geerntet. Mehr zum Thema Chilis anbauen
  • Feigen© dpa
    Viele Feigenbäume wachsen auch in deutschen Gärten zu stattlichen Bäumen heran. Wer so viel Platz nicht bieten kann oder seinen Feigenbaum im raueren Klima mobil halten muss, der sollte zu Sorten greifen, die auch im Kübel gedeihen. Im Winter müssen sie an einen kühlen, frostfreien Ort aufgestellt werden. Feigen entwickeln sich auch ohne Bestäubung- sie sind jungfernfrüchtig oder parthenocarp, wie die Fachleute sagen. Mehr zum Thema Feigen anbauen
  • Indianer-Banane© dpa
    Tropische Früchte im eigenen Garten oder auf der Terrasse? Es gibt einen kleinen Baum, der Früchte voll exotisch-fruchtiger Aromen liefert und winterhart ist: die Indianerbanane. So geht es: Junge Exemplare brauchen erst einmal einen Standort im wechselnden Schatten. Später brauchen sie viel Sonne und eine ausreichende Bodenfeuchte. Am liebsten steht die Indianerbanane auf einem leicht sauren bis neutralen Boden, der zugleich locker und nahrhaft ist. Mit Kompost und Dünger versorgt haben sie genügend Kraft, sich gut zu entwickeln. Sie sind dann sehr widerstandsfähig und werden kaum von Krankheiten und Schädlingen befallen. Erntezeit der Früchte ist von Ende September bis Anfang Oktober. Kübelpflanzen sollten über den Winter nach drinnen. Mehr zum Thema Indianer-Banane anbauen
  • Pyhsalis-Früchte© dpa
    Die Andenbeere ist in Deutschland besser bekannt unter dem Namen Physalis oder Kapstachelbeere. Viele kennen die orangefarbenen Beeren nur aus dem Supermarkt, aber die Andenbeere lässt sich auch bei uns kultivieren So geht es: Im März ist die beste Zeit für die Aussaat. Die Samen werden in Anzuchtschalen gelegt und frühzeitig in Töpfchen mit Tomatenerde vereinzelt. Ab Anfang Mai können sie im Abstand von 60 bis 80 Zentimetern ins Freie gepflanzt werden. Da die Andenbeere in wärmeren Gefilden in Südamerika zu Hause ist, sollte sie einen warmen, sonnigen Standort in windgeschützter Lage erhalten. Zum Ende des Sommers, mitunter bis den späten Herbst hinein, können die reifen Beeren geerntet werden. Mehr zum Thema Physalis anbauen
  • Sanddorn© dpa
    Der Sanddornstrauch kann eine Höhe zwischen drei bis fünf Metern erreichen. Die Zweige sind mit schmalen, silbrigen Blättern bewachsen. Aus kleinen Blüten entwickeln sich orangefarbene Früchte, die im September reif für die Ernte werden. Sanddornsträucher können sowohl in Gebieten mit hohem Salzgehalt und viel Wind als auch in Hitze und Trockenheit wachsen. An der Nord- und Ostseeküste gedeiht die Pflanze häufig auf sandigen Boden. Für eine reiche Sanddornernte sollten jeweils eine männliche und eine weibliche Pflanze nebeneinander gesetzt werden. Mehr zum Thema Sanddorn anbauen
  • Champignons© dpa
    Mit Fertigkulturen ist das Anlegen einer eigenen Kultur im Gewächshaus kinderleicht: Ein Kulturset enthält einen Substratblock und einen Beutel mit Erde. So geht es: Die Erde wird gleichmäßig über den Block verteilt. Danach wird die Kultur vorsichtig angegossen. Bei 17 bis 20 Grad sprießen nach drei bis vier Wochen die ersten Zweisporigen Egerlinge, wie Zuchtchampignons auch genannt werden. Die Kultur sollte nach sieben Tagen in einen abgedunkelten Raum gestellt werden, da sich die Pilze dort noch schneller entwickeln. Mehr zum Thema Champignons anbauen
  • Johannisbeeren© dpa
    Balkonbesitzer können auch Johannisbeeren in großen Kübeln selbst anpflanzen und ernten. Dafür kann man die Pflanzen entweder selbst ziehen oder aber kleine Büsche im Gartenhandel kaufen.