Kartoffeln im Kübel ziehen

Kartoffeln im Kübel ziehen

Alte Kartoffelsorten wie «Bamberger Hörnchen» oder die blaue «Vitelotte» werden im Supermarkt gar nicht oder sehr teuer angeboten. Das Gute: Sie gedeihen auch zu Hause.

Bamberger Hörnchen

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Kartoffelsorten wie das «Bamberger Hörnchen» können Hobby-Gärtner sogar im Kübel auf der Terrasse oder dem Balkon ziehen.

Da sie viele kleine Knollen bilden und zum Wuchern neigen, erfordern Kartoffeln einige Handarbeit. Sie schmecken jedoch köstlich und sind oft auch ein echter Hingucker. Deshalb empfiehlt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde in Berlin den Anbau im Hobbygarten. Wem nur Terrasse oder Balkon zur Verfügung steht, kann die alten Sorten sogar im großen Kübel ziehen.

Kartoffeln bevorzugen humusreichen Boden

Gepflanzt werden die Knollen ab Ende März, der Boden sollte humusreich, locker und leicht sein. Im Beet sollte laut Verband ein Reihenabstand von 60 Zentimetern eingehalten und in der Reihe alle 45 Zentimeter eine Saatkartoffel in 8 bis 15 Zentimetern Tiefe gelegt werden. Wenn die Jungpflanzen kräftig genug gewachsen sind, ist es sinnvoll, sie mit Erde anzuhäufeln, da so die Ausbildung der Knollen gefördert wird. Bereits zwei bis drei Monate nach dem Setzen kann mit der Ernte begonnen werden.

Kartoffeln in dunkle Gefäße setzen

Wer Kartoffeln auf Balkon oder Terrasse ziehen will, sollte dunkle Gefäße wählen, rät die Bayerische Gartenakademie. Sie erwärmen sich schnell und fördern das Wachstum der Knollen. Gut sind Kübel, Plastikeimer oder Kisten mit mindestens 15 Liter Fassungsvolumen und einem recht hohen Rand. Sie sollten Löcher im Boden haben, damit sich überschüssiges Gießwasser nicht aufstaut. In diese Gefäße kommt erst eine Drainageschicht von etwa 5 Zentimetern Höhe, zum Beispiel Tonscherben, Kies oder Blähton. Darauf folgt eine 15 Zentimeter hohe Schicht Erde, etwa aus hochwertiger Kübelpflanzen- oder Blumenerde.

Besser Saatkartoffeln als Speisekartoffeln pflanzen

Gesetzt werden nun einfach die Knollen - am besten Saatkartoffeln. Sie sind sortenrein, weniger krankheitsanfällig und wuchsfreudiger als Speisekartoffeln. Am besten hat die Knolle an einem hellen Ort etwas vorgekeimt. Sie wird dann mit einer Schicht aus 5 Zentimetern Erde im Topf bedeckt. Etwa drei bis vier Knollen passen in einen Eimer mit zehn Litern Volumen.

Grüne Triebe immer wieder mit Erde bedecken

Nach dem ersten Austrieb folgt ein wichtiger Pflegeschritt: Ragen die ersten Triebe etwa zehn Zentimeter aus der Erde, kommt noch einmal Erde darüber und bedeckt alles Grün. Das Gefäß muss also hoch genug sein. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis der Topfrand erreicht ist. So wird die Knollenbildung begünstigt. Frühkartoffeln sind nach 90 bis 100 Tagen erntereif, spätere Sorten nach etwa 140 Tagen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 19. April 2017

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