Wildvögel füttern

Wildvögel füttern

Wer im Winter wildlebende Vögel füttern will, verwendet für Körnerfresser am besten ein Futtersilo. In diese dünne Röhre wird das Futter oben hineingefüllt, und die Tiere picken es unten an einem kleinen Auslass weg.

Vogel

© K.Schwarz / www.pixelio.de

Das erläutert der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Hamburg. Das hat gegenüber einem Vogelhäuschen, bei dem das Futter in der Regel auf eine recht große Fläche gestreut wird, einen entscheidenden Vorteil: Die Körner können nicht nass werden oder gefrieren - und die Vögel nicht auf ihnen herumtapsen oder sie durch Kot verunreinigen.

Unterschiedliche Vogelarten bevorzugen unterschiedliches Futter

Körnerfressende Arten sind der Buchfink, der Dompfaff oder auch der Spatz. Für Vögel wie Amseln, Rotkehlen und Heckenbraunellen, die weiches Futter bevorzugen, können etwa Äpfel in kleine Holzgestelle gesteckt werden. Meisen sind mit den klassischen Meisenknödeln oder -ringen bestens versorgt.

Kein Beitrag zur Arterhaltung

Einer Illusion geben sich Wildvögel-Fütterer dem NABU zufolge aber besser nicht hin: Den Piepmätzen über die kalte Jahreszeit zu helfen, trägt kaum zur Arterhaltung bei. Denn mit Ausnahme der Spatzen, deren Bestände in Deutschland zurückgehen, kommen normalerweise vor allem Vertreter unbedrohter Arten zu den Futterstellen.

Brutmöglichkeiten sind die geeignetere Unterstützung

Wer seltener gesehene Vögel wie Mauersegler oder Hausrotschwänze unterstützen will, tut das am ehesten, wenn er Brutmöglichkeiten für sie schafft: mit Nistkästen am Haus, auf der Terrasse oder im Garten. Sie werden am besten schon jetzt angebracht. Dann können die Vögel sie erstmal zum Übernachten und im Frühling dann zum Brüten und Aufziehen ihrer Jungen verwenden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 17. November 2009

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