Brautmodentrends 2018: Rückendekolleté und Spitze

Brautmodentrends 2018: Rückendekolleté und Spitze

Der freie Rücken liegt bei den Brautkleidern in diesem Jahr im Trend. Auch an zarter Spitze kommt kaum jemand vorbei. Die neuesten Trends in der Brautmode im Überblick.

  • Prinzessinenkleider© dpa
    Immer beliebt sind Prinzessinenkleider mit einem ab dem Bauchband ausladenden Rock. Auch sie kommen in dieser Saison nicht ohne Spitze aus. Hier ein Beispiel von Kleemeier (Preis auf Anfrage).
  • Pompöses Kleid© dpa
    Einmal Prinzessin sein: So manche Braut wählt daher ein pompöses Kleid wie dieses Beispiel von Ladybird (Preis auf Anfrage).
  • Meerjungfrauenkleid© dpa
    Das Meerjungfrauenkleid setzt die weiblichen Rundungen in Szene, weil es bis unter den Po oder kurz über dem Knie enganliegend geschnitten ist und erst dann weiter ausläuft. 2018 wird es oft komplett mit Spitze bedeckt sein, wie zum Beispiel auch Watters zeigt (Preis auf Anfrage).
  • Die schöne Rückseite© dpa
    Alle Augen auf die schöne Rückseite der Braut: So manches Brautkleid hat aktuell einen besonders in Szene gesetzten Rücken, wie auch dieses Beispiel von Cymbeline (Preis auf Anfrage).
  • Viel Spitze© dpa
    Egal für welchen Stil sich die Braut entscheidet: Kaum ein Brautkleid kommt aktuell ohne Spitze aus. Hier von Lilly (Preis auf Anfrage).
  • Mit langen Ärmeln© dpa
    Weiterhin im Trend bleiben Hochzeitskleider im sogenannten Hippie- oder Boho-Stil. Dieses Modell von Rembo Styling (Preis auf Anfrage) kombiniert den Stil mit aktuell angesagten langen Ärmeln.
  • Kleiner Ausschnitt© dpa
    Die dezente Variante des Rückendekolletés ist ein kleiner Ausschnitt, wie zum Beispiel bei Marylise zu sehen (Preis auf Anfrage).
  • Boho-Stil© dpa
    Gerade zu den Brautkleider im Boho-Stil passen lange Ärmel gut. Linea Raffaelli stellt sie zum Stil des Kleides passend zusätzlich aus (Preis auf Anfrage).
Rund 400.000 Paare treten jedes Jahr in Deutschland vor den Traualtar. Bräute wissen: Um beim Ja-Wort im perfekten Kleid zu stecken, gilt es Monate zuvor die Brautmodengeschäfte zu durchstöbern.
Durchschnittlich 8,4 Monate vor ihrer Hochzeit kaufen sie ihr Kleid, wie eine Leserumfrage des Fachverlags Brautmedia ergab. Die gute Nachricht: Noch nie war dabei die Auswahl derart groß. «Die Kleider sind in den vergangenen Jahren viel individueller geworden», beobachtet Sonja Schulz, Redaktionsleiterin vom Hochzeitsportal24 in Mühlacker (Baden-Württemberg). Und dennoch lassen sich Trends erkennen - ein Überblick:

Stil: Prinzessin, Meerjungfrau und Boho dominieren

Prinzessinnen, Meerjungfrauen und Hippie-Bräute - diese drei Stile und Schnittformen sind besonders gefragt und bestimmen den Look der aktuellen Brautmode. Der Hippie-Look, Boho genannt, war schon 2017 viel zu sehen, die Kleider wirken nun aber verführerischer. Susan Lippe-Bernard, Chefredakteurin des Magazins «Braut & Bräutigam» in Münster, macht darunter einen besonderen Trend aus: «Die kaum unterfütterten Slip-over-Kleider sind sehr gefragt.» Sie sind aus weichen Stoffen gefertigt, die luftig locker fallen, festlich verziert mit viel Spitze und Pailletten.
Ganz anders fällt das Meerjungfrauenkleid. Es setzt die weiblichen Rundungen in Szene, weil es bis unter den Po oder kurz über dem Knie eng anliegend geschnitten ist und erst dann weiter ausläuft. «Sie sehen wir 2018 mit ganz viel filigraner Spitze, vom Dekolleté bis zum Saum», berichtet Schulz.
Auch die pompösen Prinzessinnenkleider sind zurück. «Sie haben lange Schleppen, tolle eingearbeitete Spitzen-Korsagen mit V- oder Herzausschnitt und ab dem Bauchband ausladenden Tüll-Röcken», sagt Lippe-Bernard. Letztere seien oft mit vielen Rüschchen versehen. «Sie erinnern an die Volant-Röcke aus den 20er Jahren», erklärt Bettina Funke-Redlich vom Bund deutscher Hochzeitsplaner. «Sie sind äußerst symmetrisch gearbeitet und werden in mehrere Schichten übereinandergelegt - für einen voluminösen Rock.»

Material: Spitze von grob bis romantisch

Egal, für welchen Stil sich die Braut entscheidet: Es sei fast unmöglich, ein Kleid ohne Spitze zu finden, berichtet Funke-Redlich. Sie werde unterschiedlich eingesetzt und verarbeitet - was verschiedene Looks kreiert, von verspielt über romantisch bis umwerfend weiblich. «Neu sind Vollspitzenkleider. Oft ist dabei die obere Stofflage eine komplett mit Spitze besetzte Tüllschicht.»
Neben der filigranen Spitze gibt es nun auch viele Brautkleider mit grob gearbeiteter Spitze. «Diese Häkelspitze wird gerne im Boho-Stil eingesetzt», erklärt Lippe-Bernard. Oft auch zu sehen: der sogenannte Tattoo-Effekt, bei dem Spitze auf dünnen, transparenten Tüll gestickt wird, sodass es aussieht, als säßen die filigranen Muster direkt auf der Haut. «Eingesetzt wird das an Dekolleté und Schultern, am Rücken sowie an den Ärmeln», sagt Funke-Redlich.

Ärmel: Brautkleider mit Tattooeffekt

Apropos die Ärmel - denn Brautkleider mit langen Ärmeln sah man in den vergangenen Jahren kaum. «Nun haben viele Designer Modelle im Repertoire, bei denen sich der Tattoo-Effekt von der Brust über die Arme zieht. Sehr weiblich und anmutig», beschreibt Lippe-Bernard. Die Ärmel seien entweder komplett eng anliegend oder laufen ab dem Ellenbogen trompetenförmig aus.

Rückendekolleté: Hinten ist das neue vorn

2018 heißt es: umdrehen bitte! «Das spektakuläre Rückendekolleté ist definitiv ein Trend des kommenden Jahres. Es wird mindestens so wichtig wie das Brust-Dekolleté», meint Lippe-Bernard. Zu sehen sei ein tief ausgeschnittener Rücken sowohl bei Prinzessinnen-, Meerjungfrauen- als auch Boho-Kleidern. Oft wird auch mit transparenter Spitze gearbeitet, die den kompletten Rücken durchschimmern lässt. «Immer häufiger sehen wir auch Schlüssellochrücken», sagt Schulz weiter. Dabei blitzt die Haut aus einem dreieckig, oval oder herzförmig geschnittenen Loch hervor.

Farbe: Brautkleid muss nicht immer weiß sein

«Die meisten Bräute kaufen noch weiße bis elfenbeinfarbene Kleider», sagt Hochzeitsplanerin Funke-Redlich. Auf der Stange im Handel hängen aber auch immer mehr Modelle abseits des Klassischen, etwa in den Farbtönen Eisblau und Zartrose. Neu dabei ist der Ombre-Look für mehrlagige Tüll-Röcke. «Dabei sind die unteren Lagen eingefärbt, in Cappuccino- bis Blush-Tönen, die oberen werden immer heller», erklärt Funke-Redlich.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 1. Februar 2018

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