Vogeluhr: Welcher Vogel singt wann?

Vogeluhr: Welcher Vogel singt wann?

Mit den ersten Sonnenstrahlen geht auch das Vogelgezwitscher wieder los. Aber wer piept da überhaupt, und zu welcher Uhrzeit? Der NABU gibt Aufschluss.

Amsel

© dpa

Amseln (Turdus merula) sind Frühaufsteher und übertönen mit ihrem Gesang die anderen Vögel.

Während einige Zugvögel noch in Afrika sind, haben die ersten Vogelarten hierzulande schon längst zu zwitschern begonnen. Vor allem die Amseln übertönen aktuell morgens und abends alle anderen Arten.

Amsel und Singdrossel sind Frühaufsteher

«Sie haben einen schönen melodischen Gesang», sagt der Vogelschutzexperte Lars Lachmann des Naturschutzbunds Deutschland (NABU). Auch der schwarzbraungefleckten Singdrossel können Frühaufsteher bereits lauschen.

Erst Meisen, dann Finken und Buntspechte

Langschläfer haben dagegen gute Chancen die typischen «Zizi bäh»-Laute der Kohlmeise und dem ausgefeilten Gesang und Blaumeisen zuzuhören. Dazu kommen etwas später Finken und die trommelnden Buntspechte.

Feldlerchen singen bis zu halber Stunde

Ab sofort zwitschern auch die Feldlerchen über den Äckern. «Sie sind echte Ausdauerkünstler und können bis zu einer halben Stunde im Flug singen», erklärt Lachmann.

Vogeluhr: Welcher Vogel wann zwitschert

So viele Minuten vor Sonnenaufgang beginnen die Vögel mit ihrem Gesang:

  • Gartenrotschwanz: 80 Minuten
  • Hausrotschwanz: 70 Minuten
  • Rauchschwalbe: 60 Minuten
  • Singdrossel: 55 Minuten
  • Rotkehlchen: 50 Minuten
  • Kuckuck: 50 Minuten
  • Amsel: 45 Minuten
  • Mönchsgrasmücke: 40 Minuten
  • Zaunkönig: 40 Minuten
  • Blaumeise: 35 Minuten
  • Zilpzalp: 35 Minuten
  • Kohlmeise: 30 Minuten
  • Stieglitz: 20 Minuten
  • Grünfink: 15 Minuten
  • Star: 15 Minuten
  • Buchfink: 10 Minuten
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Fotostrecke:

  • Rotkehlchen© dpa
    Heimische Vögel erkennen

Quelle: dpa/NABU/BerlinOnline

| Aktualisierung: 12. Juli 2018

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