Berliner Tierschutzverein befürwortet Hausarrest für nichtkastrierte Katzen

Berliner Tierschutzverein befürwortet Hausarrest für nichtkastrierte Katzen

Berliner Tierschützer unterstützen die Forderung der Bundesregierung, unkastrierten Hauskatzen unter bestimmten Umständen Stubenarrest zu verordnen. Auch in Berlin könnte das Verbot gelten.

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Eine Katze schläft. Foto: Martin Gerten/Archiv

Der Berliner Tierschutzverein befürwortet Pläne der Bundesregierung zu einem Stubenarrest für unkastrierte Hauskatzen. «Wir begrüßen das», sagte ein Vereinssprecher am Donnerstag. In einigen Kommunen gebe es so etwas bereits. «Das fordern wir auch für Berlin.»

Neuer Tierschutzbericht der Bundesregierung

Im neuen Tierschutzbericht der Bundesregierung heißt es, es könne «erforderlich sein, den unkontrollierten freien Auslauf fortpflanzungsfähiger Haus- und Hofkatzen für einen bestimmten Zeitraum zu beschränken oder zu verbieten.»

Kastrationspflicht für Freigänger?

Da das Problem regional unterschiedlich groß ist, müssten die einzelnen Bundesländer bzw. Landesregierungen über entsprechende Schritte entscheiden. Wird von der Verordnungsermächtigung Gebrauch gemacht, entspräche die Regelung de facto einer Kastrationspflicht für Haus- und Hofkatzen mit Freigang.

Unkontrollierte Vermehrung von Katzen in Berlin

Nach Angaben der Tierschützer gibt es in Berlin Zehntausende verwilderte Katzen, die sich unkontrolliert vermehren. «Das Problem wird durch Hauskatzen verschärft, wenn sie nicht kastriert sind.»

Maßnahme soll Bewusstsein von Katzenhaltern schärfen

Zwar sei die Kontrolle, die Einhaltung des Stubenarrests zu überwachen, nur schwer möglich. Es sei aber wichtig, durch solche Maßnahmen auch das Bewusstsein der Halter für die Problematik zu schärfen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 19. November 2015