Haustiere aussetzen: Haltern drohen hohe Strafen

Haustiere aussetzen: Haltern drohen hohe Strafen

Haustiere auszusetzen ist in Deutschland per Gesetz verboten. Tierhalter, die es trotzdem tun, müssen mit empfindlichen Geldbußen rechnen.

Ausgesetzter Hund

© dpa

Wer Tiere aussetzt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und riskiert eine hohe Geldstrafe.

Tierhalter, die ihre Haustiere aussetzen, begehen eine mitunter teure Ordnungswidrigkeit. Nach dem in Deutschland geltenden Tierschutzgesetz ist das vorsätzliche oder fahrlässige Aussetzen von Tieren verboten und kann mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Vor Urlaub rechtzeitig um Betreuung kümmern

Urlauber sollten daher rechtzeitig für eine geeignete Unterbringung ihrer Haustiere sorgen. Empfehlenswert ist die Unterbringung bei Freunden oder Bekannten, die den Tieren durch wiederholte Begegnung bereits vertraut sind. Eine andere Möglichkeit ist die Unterbringung und Betreuung von Hund, Katze und Co. in einer Tierpension.

Haustier mit in den Urlaub nehmen?

Bei der Mitnahme von Haustieren ins Ausland sind entsprechende Vorbereitungen notwendig. Tierhalter benötigen z.B. einen Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung. Gegebenenfalls muss auch eine Gesundheitsbescheinigung nach Vorgaben der Drittländer bzw. eine vorherige Tollwutantikörper-Bestimmung bei Reisen in Drittländer mit Tollwutvorkommen vorliegen. Über die Bedingungen bei Fernreisen sollten rechtzeitig die Botschaften oder Konsulate der Reiseländer befragt werden.

Haustier aus dem Urlaub mitbringen?

Wer überlegt, ein Tier aus dem Urlaub nach Hause mitzunehmen, muss wissen: Im Reiseverkehr dürfen nur die eigenen Haustiere mitgeführt werden. Insbesondere das Mitbringen von Hunden und Katzen aus den Urlaubsländern kann zu einer Gefährdung der Gesundheit von Menschen und Tieren in Deutschland führen. Denn die Tiere sind nicht immer gesund und können Tierseuchen und andere ansteckende Krankheiten einschleppen.

Quelle: Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz Brandenburg/Berlin.de

| Aktualisierung: 13. November 2015