Käfer als Haustiere: Das große Krabbeln

Käfer als Haustiere: Das große Krabbeln

Hirschkäfer, Rosenkäfer und Co. können problemlos im Terrarium gehalten werden. Was die kleinen Krabbeltiere zum Wohlfühlen brauchen.

  • Rosenkäfer sind pflegeleicht© dpa
    Afrikanische Rosenkäfer sind pflegeleicht in der Haltung, brauchen aber eine tiefe Bodenschicht im Terrarium.
  • Hirschkäfer© dpa
    In Zoohandlungen können Hirschkäfer für das Terrarium zu Hause gekauft werden.
Käfer können vor allem für Kinder spannende Haustiere sein. In einem Terrarium lässt sich die Umgebung der Tiere nachbilden. Halter könnten dann beobachten, wie sich die Tiere entwickeln, sagt Stephan Schlüter von der Fördergemeinschaft Leben mit Heimtieren (FLH).

Wo kann man Larven oder Käfer kaufen?

«Vor allem für Kinder und Jugendliche, die sich im Unterricht mit dem Lebensraum von Insekten beschäftigen, kann das interessant sein», so Schlüter. Besonders Rosen-, Hirsch- und Riesenkäfer sind als Haustiere beliebt. Die meisten Halter kaufen die Käfer im Larvenstadium. Am besten gehe das in einer Zoohandlung mit Terraristikbereich oder bei einem Züchter, sagt Schlüter. Auch auf Insektenbörsen wechseln die Larven die Besitzer.

Viele Käfer sind streng geschützt

Im Terrarium gehalten werden vor allem tropische Arten. Die meisten von ihnen - wie zum Beispiel der leicht zu vermehrende Kongo-Rosenkäfer - stammen ursprünglich aus Afrika. Immer mehr Exemplare in heimischen Terrarien haben ihren Ursprung aber auch in den Regenwäldern Mittel- bzw. Südamerikas und Asiens. Ganz wichtig: Fast alle in Europa vorkommenden Rosenkäferarten stehen unter besonderem Schutz. Sie zu sammeln, ist streng verboten. Hirschkäfer werden in der Roten Liste Deutschlands als "stark gefährdet" geführt. Auch sie dürfen nicht aus der Wildnis entnommen werden.

So gelingt die Haltung von Engerlingen und Käfern

Wie groß der Behälter zur Aufzucht und das Terrarium sein müssen, hängt vom Käfer ab. Aber Vorsicht: Manche Engerlinge sollten einzeln gehalten werden, weil sie sich sonst anknabbern. Außerdem darf es nicht zu warm sein. Zum Wohlfühlen brauchen Käfer ausreichend Bodensubstrat, Borken und Äste. Schlüter rät: Wer sich Käfer anschafft, lässt sich am besten in einer Zoohandlung sehr ausführlich beraten.

Was fressen die Käfer eigentlich?

In Sachen Fressen sind die Käfer pflegeleicht: Rosen-, Hirsch- und Riesenkäfer mögen es süß und fressen gern reife oder überreife Bananen, Mango und Ahornsirup. Tierhandlungen verkaufen außerdem spezielles Gelee, sogenanntes Beetle Jelly. Das ist aber ein Extra-Leckerbissen und für die normale Versorgung nicht notwendig, wie Schlüter sagt. «Damit kann man dem Tier eine Freude machen».
Arbeiten am Laptop
© Drobot Dean - stock.adobe.com

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Fotostrecke:

  • Riesengespenstschrecke© dpa
    Ungewöhnliche Haustiere von Ameise bis Ziege

Quelle: dpa/BerlinOnline

| Aktualisierung: 11. April 2019