Hundekekse selber machen: Bei Zutaten auf Brennwert achten

Hundekekse selber machen: Bei Zutaten auf Brennwert achten

Wer Hundekekse selber backt, sollte bei den Zutaten ganz genau hinschauen. Sonst werden aus gutgemeinten Leckerlies schnell ungesunde Kalorienbomben.

Leckerli für den Hund selber machen

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Schmeckt gut, geht aber auf die Hüften: Leckerlis sollten Hunde nur ausnahmsweise bekommen.

Selbst gemacht ist immer gesünder? Auf diese einfache Rechnung sollten Hundehalter nicht hereinfallen, wenn sie ihrem Vierbeiner mit selbst gemachten Hundekeksen eine Freude machen wollen. Denn Leckerli ist Leckerli. Und wie bei der Industrieware kommt es auch bei Selbstgebackenem auf Inhaltsstoffe und Dosierung an.

Bei Hundekeksen auf Fett und Zucker verzichten

«Idealerweise ist der Brennwert der Kekse nicht zu hoch», erklärt Jürgen Zentek vom Institut für Tierernährung an der Freien Universität in Berlin. Deshalb sollte man auf fettreiche Zutaten, aber auch auf Zucker und Mehl mit einem geringen Anteil an Ballaststoffen möglichst verzichten oder sie wenigstens sparsam einsetzen.

Rezept für Hundekekse

Zutaten: 150g Weizenmehl, 150g Roggenmehl, 250g gemahlene Hirse, 200g Haferflocken, 7 Eier, 200g gemahlene Mandeln, 5 EL geschrotete Leinsamen, etwas Rapsöl und Wasser. Zubereitung: Alle Zutaten, bis auf das Wasser, in einer großen Schüssel verkneten. Anschließend nur so viel Wasser hinzugeben, dass eine feste homogene Masse entsteht. Teig dünn ausrollen und zu Keksen zuschneiden. Circa 60 Minuten bei 175 Grad backen.

Ballaststoffreiches Mehl für Hundekekse wählen

Gerstenmehl zum Beispiel besitzt einen größeren Anteil an Rohfasern als energiereiches Weizenmehl. Das gilt zwar auch für Hafer. Der sollte aber aufgrund des hohen Kieselsäuregehalts in den Spelzen allenfalls maßvoll verwendet werden, rät Zentek.

Früchte in Hundekeksen sparsam einsetzen

Wegen ihres hohen Zuckergehalts sollten Herrchen und Frauchen auch sparsam mit der Zugabe von Früchten sein. «Und Weintrauben und Rosinen können in hohen Dosierungen die Nieren angreifen», erläutert Zentek weiter.

Schokolade, Nüsse & Avocados sind für Hunde giftig

Andere problematische Zutaten sind Schokolade, Macadamianüsse sowie Zwiebeln und Knoblauch- in größeren Mengen können sie toxisch wirken, da einzelne Inhaltsstoffe vom Tier nicht oder nur schlecht verstoffwechselt werden. Das gilt auch für Avocados, wobei hier auch der hohe Fettgehalt nicht ideal ist.

Nur mageres Fleisch für Hundekekse verwenden

Apropos Fett- auch in puncto Fleisch gilt: Je magerer, desto besser. Günstiges Hack aus dem Supermarkt hat oft einen sehr hohen Fettanteil. Gibt es das Leckerli nur selten, ist das nicht unbedingt schädlich. Besser aber ist es, die Halter kontrollieren den Fettgehalt ihrer Kekse, in dem sie selbst magere Stücke durch den Fleischwolf drehen.

Bei Hundekeksen auf Zusatzstoffe verzichten

Zusätze wie Vitamine oder Spurenelemente hält Zentek dagegen für überflüssig: «Die Hauptnahrung sollte den Grundbedarf decken.» Für Leckerlis hingegen gilt: Sie sollen vor allem eine Belohnung für das Tier sein. Damit sie etwas Besonderes bleiben, sollte ihr Anteil keinesfalls mehr als 10 Prozent der Mahlzeiten ausmachen.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 27. November 2017