Futter aus der Natur: Haustiere abwechslungsreich ernähren

Futter aus der Natur: Haustiere abwechslungsreich ernähren

Holz, Beeren oder Fallobst: Es gibt vieles, was man seinen Haustieren vom Spaziergang in der Natur mitbringen kann. Bei einigen Leckerli sollte man jedoch vorsichtig sein.

  • Maiskolben für Papageien© dpa
    Maiskolben sind für Papageien der perfekte Snack. Daran können die Vögel stundenlang knabbern.
  • Eicheln für Hamster© dpa
    Was zum Knabbern: Nager wie Hamster und Kaninchen freuen sich über mitgebrachte Eicheln.
  • Fallobst für Kaninchen© dpa
    Da bleibt kaum etwas übrig: Fallobst wie Äpfel kommen bei Kaninchen immer gut an.
  • Äste für Vögel© dpa
    Mitgebrachte Äste aus dem Wald können Vögeln in den Käfig gelegt werden. Sie dienen zum Knabbern und als Sitzgelegenheit.
  • Heu für Kaninchen das beste Leckerli© dpa
    Trockenes Heu ist für Kaninchen das beste Leckerli. Oft ist es günstig beim Bauern zu bekommen.
Bunte Beeren an den Sträuchern, die letzten Maiskolben auf den Äckern, Fallobst auf dem Boden: Beim Herbstspaziergang durch Wald und Felder gibt es einiges zu entdecken, was kleinen Haustieren wie Nagern oder Vögeln mitgebracht werden kann.

Welches Futter ist für Nagetiere geeignet?

«Es ist einfach mal was anderes für die Tiere», erklärt Julian Heiermann vom Naturschutzbund Nabu in Berlin. Sie hat gleich mehrere Vorschläge parat: Nagetiere mögen etwa Haselnüsse, Eicheln, Bucheckern, Beeren, Äpfel und Zapfen zum Knabbern. Die Nüsse können sie selbst knacken- so haben sie gleich noch Beschäftigung. «Man kann gut ein Stück Rinde zum Knabbern in den Käfig legen», ergänzt Jürgen Stroh, Chef vom Wildpark Tiergarten Weilburg in Hessen. Von heruntergefallenen braunen Fichtenzapfen sollte man allerdings die Finger lassen, rät er. Diese sind für die Haustiere langweilig, weil darin kein Samen mehr ist.

Kann die Zufütterung auch schädlich sein für das Haustier?

Auch mit Maiskolben können Hase, Hamster und Co. kulinarisch verwöhnt werden. Der Tierarzt Klaus Kutschmann aus Magdeburg mahnt bei all diesen Zufütterungen aber zur Vorsicht. «Eigentlich brauchen Nager nur eines zum Fressen, nämlich Heu», sagte er. Alles andere seien Leckereien, ähnlich wie Pralinen für Menschen. So sind zum Beispiel Haselnüsse sehr fett- und eiweißreich. Entsprechend selten sollten sie gefüttert werden, zumal zu viel des Guten für Durchfall sorgen kann. Wer seinem Tier Äste mitbringen will, sollte eher zu den Laubbäumen greifen. Nadelgehölz mögen die Nager nicht. Auch Äste von der Eibe sollten lieber im Wald bleiben. «Die sind hochtoxisch», warnt der Tierarzt. Empfehlenswert sind dagegen Weichholzzweige, zum Beispiel von der Pappel, Linde oder Weide.

Wo bekommt man günstig Heu und Stroh?

Ein Herbstspaziergang kann auch zu einem Bauern führen, vielleicht verkauft er auf Nachfrage etwas Heu und Stroh als Futter und Einstreu. Das schont den Geldbeutel des Tierbesitzers: Die Preise dürften deutlich günstiger als in der Zoohandlung sein. Transportiert und aufbewahrt werden sollte das Raufutter in luftdurchlässigen Beuteln.

Was mögen Vögel?

Die möglichen Mitbringsel für Nager sind ebenfalls für Vögel interessant: Viele von ihnen knabbern gerne an Holz und Obst. Die knallorangenen Vogelbeeren, Sanddorn oder Brombeeren sind für sie ebenfalls eine Delikatesse. Sie knabbern auch gerne an Äpfeln oder Birnen. Hier reicht allerdings, eine Obstscheibe in den Käfig oder die Voliere zu legen, zwischen die Stäbe zu klemmen oder an einem Faden aufzuhängen. Bei allen Vögeln können mitgebrachte Äste in den Käfig gehängt oder gelegt werden: zum Knabbern und als Sitzgelegenheit. Wie bei den Nagern gilt aber auch hier, dass die giftige Eibe tabu ist und Weichhölzer erste Wahl sind. Gerne knabbern Vögel an Mistelzweigen.
Zwei Schwarzwälder Gebirgsschweißhunde
© dpa

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Wann sollte man das Futter sammeln?

Beim herbstlichen Sammeln sollten es die Tierbesitzer allerdings nicht übertreiben. Zum einen nehmen sie damit den wildlebenden Tieren Nahrung weg, außerdem sollten die Tiere des Waldes bei den Sammelaktionen nicht gestört werden. «Man geht besser tagsüber als in der Dämmerung», rät der Weilburger Wildparkleiter Stroh.

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  • Tipp 1: Katzen haben besondere Trinkgewohnheiten© dpa
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  • Tipp 1: Hund nicht überfordern© dpa
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 13. November 2015