Nabu-Aktion: Deutschland zählt Gartenvögel

Nabu-Aktion: Deutschland zählt Gartenvögel

Der Nabu organisiert vom 9. bis 12. Mai 2013 zum neunten Mal die "Stunde der Gartenvögel". Alle Vogelfreunde sind aufgerufen, sich an der Mitmachaktion zu beteiligen. Wofür das gut ist, erklärt Vogelexperte Bernd Jellinghaus.

NABU-Zählung der Gartenvögel

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"Da, ein Star!" Bei der "Stunde der Gartenvögel" nehmen sich viele Vogelfreunde eine Stunde Zeit, um nach Gartenvögeln Ausschau zu halten. Foto: Patrick Pleul

Mit der Aktion "Stunde der Gartenvögel" möchte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) den Bestand der Vögel hierzulande aufnehmen. Dazu zählen tausende Menschen eine Stunde lang die Vögel im Grünen, ihrem Garten oder im Park. So entstehe eine wertvolle Datenbasis, sagt Bernd Jellinghaus, Vogelexperte des Nabu. Die Aktion findet bereits zum neunten Mal statt. 2012 wurde der Spatz am häufigsten gezählt.

Was bringt die "Stunde der Gartenvögel"?

"Das Schöne ist, dass man eine ganz große Datenbasis bekommt, bundesweit", erklärt Tierschützer Jellinghaus. Dadurch, dass die Zählung in ganz Deutschland zur selben Zeit stattfindet, erhalte man einen sehr guten Überblick über den Vogelbestand, besonders über die Jahre hinweg. "Die Fehlerquellen sind gering, mit Blick auf die Masse", sagt Jellinghaus.

Tausende Menschen machen mit, ist Vogel-Wissen so weit verbreitet?

"Es geht hier ja gar nicht um besonders seltene Vögel. Es geht um die Allerweltsvögel. Da sind sehr viele, die jeder Laie kennt. Man hat auch die Möglichkeit, beispielsweise auf den Nabu-Seiten im Internet, Vogelporträts zu finden und teilweise die Lautäußerungen zu hören", empfiehlt Nabu-Experte Jellinghaus. Dadurch könne man ziemliche sicher sagen, welcher Vogel gerade zwitschert. "Dass es manchmal zu einer Verwechslung kommt, beispielsweise Bachstelze mit Schwanzmeise, kann passieren. Statistisch fällt das bei der Masse nicht weiter auf", sagt Jellinghaus. Ein weiterer Vorteil der Zählung: Die Vögel können regional zugeordnet werden.
Zwei Schwarzwälder Gebirgsschweißhunde
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Welche Erkenntnisse erwarten Sie?

"Es ist ja ein ganz verrücktes Jahr durch diesen erneuten Wintereinbruch. Wir haben schon Meldungen zum Beispiel von den Blaumeisen, wo die ersten Jungen fast flügge sind. An anderen Orten haben sie mit der Brut noch gar nicht angefangen. Auch Exoten werden sicherlich gemeldet, zum Beispiel die Nilgans", glaubt Jellinghaus. Nigänse treten mittlerweile in vielen Städten auf, die am Wasser liegen, egal, ob es eine kleinere oder größere Stadt ist. "Genauso mitgezählt werden beispielsweise Halsbandsittiche. Die werden von der Rheinschiene gemeldet. Im Sauerland haben wie die gar nicht", erklärt der Nabu-Vogelexperte
Gartenvögel
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Mitmachen bei der Stunde der Gartenvögel

Vom 9. bis 12. Mai 2013 können Vogelfreunde einmal eine Stunde lang Vögel im Grünen zählen. Dazu müssen die Beobachtungen in einen vom Nabu vorgefertigten Flyer eingetragen und bis 21. Mai 2013 per Post an den Verband geschickt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 10. November 2015