Katzen: Im Haushalt lauern viele Gefahren

Katzen: Im Haushalt lauern viele Gefahren

Viele Haushaltsgegenstände stellen eine Gefahr für Katzen dar. Mit ein wenig Vorwissen können Halter die meisten Risiken aber entschärfen.

Versteckte Gefahren im Haushalt

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Aufgepasst: Katzen kann im Haushalt viel zustoßen. Besitzer sollten daher mögliche Gefahrenquellen eindämmen.

Katzen sind im Haushalt vielen versteckten Gefahren ausgesetzt. Einige davon sind sogar lebensbedrohlich, warnt die Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Darauf sollten Katzenbesitzer achten:

Gekippte Fenster

Beim Versuch, durch ein gekipptes Fenster nach draußen zu klettern, könnten Katzen im Spalt hängen bleiben und sich schwere innere Verletzungen oder Knochenbrüche zuziehen. Stürze aus offenen Fenstern oder von ungesicherten Balkonen sind mindestens genauso gefährlich. Halter sollten deshalb Fenster und Balkone mit entsprechenden Gittern oder feinmaschigen Netzen absichern.

Putzmittel und Lebensmittel

Vorsichtig sein sollten Besitzer auch damit, was sie in der Wohnung herumliegen lassen. An Putzmitteln oder Medikamenten etwa könnten sich die Tiere vergiften. Das gilt auch für Schokolade - Lebensmittel sollte man daher besser wegpacken. «Nicht alle Essensreste sind gesund für Katzen», sagt Melitta Töller, Sprecherin von Vier Pfoten.

Wäschetrommel und Trockner

Beliebte Schlafplätze von Katzen sind Waschmaschinen und Wäschetrockner. Diese würden die Tiere dazu einladen, hineinzukriechen und es sich auf dem kuscheligen Wäschehaufen gemütlich zu machen, erläutert die Expertin. Bevor sie die Maschine anstellen, sollten Besitzer daher lieber noch einmal einen Blick hinein werfen.

Bügeleisen und Backofen

Nicht alleine lassen sollte man die Katzen außerdem mit allem, woran man sich verbrennen kann: Bügeleisen, heiße Herdplatten, Backöfen. Beim Kochen sollte man die Katze deshalb in ein anderes Zimmer bringen und die Küchentür möglichst geschlossen halten.

Gardinen und Vorhänge

Katzen klettern für ihr Leben gern und machen selbst vor Gardinen nicht Halt. Das Problem ist, dass sie manchmal den Rückweg nicht so einfach hinbekommen. Sobald die Katze ansetzt, am Vorhang hochklettern zu wollen, sollten Halter dem Vorhaben durch lautes in die Hände klatschen oder einem strengen «Nein!» ein Ende bereiten.

Giftige Pflanzen

Nicht alles, was grün ist, gehört in die Wohnung. Zu den giftigen Pflanzen gehören beispielsweise Efeu, Farne, Gummibäume, Blauregen, Oleander oder Jasmin. Wer sich unsicher ist, kann sich bei einer Vergiftungs-Hotline informieren. Unbedenkliches Grünzeug, an dem Katzen knabbern dürfen, sind zum Beispiel Erika, Katzenminze, Kamelien, Kokospalmen, Hahnenkamm, Zyperngras, Zitronenbaum oder Margeriten.

Ungesicherter Balkon

Katzen haben sieben Leben und landen immer sicher auf vier Pfoten? Das stimmt nicht ganz. Katzen können sich dabei sehr wohl verletzen - sogar tödlich. Katzenbesitzer sollten deshalb immer ein Netz um den Balkon spannen - egal, in welchem Stockwerk sie wohnen. Gewöhnlicher Maschendraht eignet sich nicht, weil die Katze daran hochklettern kann. Eine weitere Möglichkeit ist, Plexiglas anzubringen. Das Glas muss aber so hoch sein, dass die Katze nicht drüberspringen kann.

Ungesicherter Garten

Katzen sind große Akrobaten. Ein einfacher Zaun im Garten hält sie deshalb nicht vom Weglaufen ab. Für einen effektiven Schutz muss der Zaun mindestens 1,80 Meter hoch sein und zusätzlich einen Überkletterungsschutz haben. Das kann beispielsweise ein etwa 50 Zentimeter breiter und nach innen abgeschrägter Zaunabschnitt oder ein Plexiglasrand sein.

Gießkannen mit Düngemitteln

Gartenbesitzer sollten außerdem darauf achten, niemals Gießkannen mit Düngemittel offen stehen zu lassen. Katzen trinken gerne abgestandenes Wasser. Dünger und Pflanzenschutzmittel sind für die Tiere aber giftig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 23. September 2016