Zeitumstellung auf Sommerzeit: Körper braucht eine Woche

Zeitumstellung auf Sommerzeit: Körper braucht eine Woche

Der Tag- und Nacht-Rhythmus der meisten Menschen braucht eine Weile, um sich an die Sommerzeit zu gewöhnen.

Umstellung von Winter- auf Sommerzeit

© dpa

Wem die Umstellung immer wieder zu schaffen macht, der sollte seinen Körper schon jetzt umgewöhnen.

Es ist wieder so weit: In der Nacht vom Sonnabend, den 30. März auf Sonntag, den 31. März 2019 wird die Zeit auf Sommerzeit umgestellt. Das bedeutet, die Uhren werden Sonntagnacht um 02.00 auf 03.00 Uhr vorgestellt.

Auf Zeitumstellung vorbereiten

Mit der Umstellung von der Winter- auf die Sommerzeit fehlt dem Körper eine Stunde Schlaf. Wem das zu schaffen macht, der kann der Natur beizeiten ein Schnippchen schlagen: Damit sich der Körper daran gewöhnen kann, sollte man rechtzeitig vor der Umstellung bereits eine Stunde früher ins Bett gehen. Ideal ist es also, den Körper bereits jetzt sanft an die Umstellung zu gewöhnen.

Kurzer Schlaf am Nachmittag hilft

Doch die Zeitumstellung muss nicht der einzige Grund für Abgeschlagenheit sein. Auch die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit macht vielen Menschen zu schaffen. Mancher ist trotz des früheren Schlafens müde und sollte- wenn möglich- auch nachmittags etwas schlafen. Die Ruhepause sollte aber nicht länger als 20 bis 30 Minuten dauern.

Tageslicht hilft dem Körper bei Zeitumstellung

Um Problemen mit der Zeitumstellung vorzubeugen, hilft eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse und ausreichend Flüssigkeit. Auch viel Schlaf und Bewegung an der frischen Luft sind sinnvoll. Das Tageslicht ist wichtig, weil der Körper im Winter vermehrt das Schlafhormon Melatonin produziert. Es wird durch Sonnenlicht erst nach etwa zwei Wochen abgebaut. Die UV-Strahlen tragen außerdem dazu bei, dass der Körper wieder Vitamin D produziert, das für den Knochenbau und das Immunsystem wichtig ist.

Immunsystem und Stoffwechsel reagieren gestresst

Im Frühjahr stellt sich der Stoffwechsel um, das ist auch eine Belastung für den Körper. Das Immunsystem reagiert gestresst und geschwächt auf die Umstellungen. Deshalb empfiehlt es sich, besonders in den ersten Tagen nach dem Wechsel von Winter- zu Sommerzeit weniger Alkohol und Nikotin zu konsumieren.

Essensgewohnheiten ändern sich

Zwischen zwei und sieben Tagen kann es dauern, bis sich der Körper an den neuen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnt hat. Auch der Appetit kann nach der Zeitumstellung leiden. Besonders Babys und Kleinkindern fällt der Wechsel schwer, wenn die Eltern auf starren Essens- und Schlafenszeiten beharren.

Tipps, mit denen die Zeitumstellung leichter fällt:

  • Am besten sollte man sich auf die neue Uhrzeit schon vorher einstellen. So hilft es schrittweise etwas früher ins Bett gehen und auch früher Abendbrot essen.
  • Wer kann, sollte in der nächsten Woche eine Stunde länger schlafen. Wer normalerweise einen Mittagsschlaf hält, verzichtet besser darauf, um nachts besser zu schlafen.
  • Zusätzliche Schlafmittel sind nicht nötig, der Körper schafft die Umstellung alleine. Nach spätestens einer Woche hat sich der Rhythmus dann angepasst.

Fotostrecken:

  • Frühjahrsmüdigkeit ist normal© dpa
    7 Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit
  • Erholsamer Schlaf© dpa
    Schlafen: Tipps für eine erholsame Nacht
  • Fit im Büro© DAK/ Rickers
    Schnellkurs: Fit im Büro

Quelle: dpa/kra/BerlinOnline

| Aktualisierung: Mittwoch, 27. März 2019 08:47 Uhr