Sauna: 10 Tipps für Anfänger

Sauna: 10 Tipps für Anfänger

Sauna macht im Winter schön warm, entspannt den ganzen Körper und stärkt das Immunsystem - wenn man die Kunst des Schwitzens richtig beherrscht.

  • Sauna: 10 Tipps für Anfänger© dpa
    Ob draußen am See oder in einer Therme der Stadt: Neulinge sollten bei ihren ersten Saunagängen erstmal vorsichtig agieren.
  • Was man für die Sauna braucht© dpa
    Die minimale Grundausstattung für die Sauna besteht aus zwei Handtüchern, Seife oder Duschgel und Badelatschen (Fußpilzrisiko!). Kuscheliger wird es mit einem Bademantel, den man fast immer vor Ort gegen eine Gebühr ausleihen kann. Und: An eine Flasche Wasser für den Durst danach denken!
  • 1. Zeit nehmen und lassen© dpa
    Für einen Saunabesuch mit drei Durchgängen plus Ruhephasen braucht man zwei bis drei Stunden Zeit. Die letzte Mahlzeit vor dem Saunieren sollte mindestens zwei Stunden zurückliegen. Sonst belastet die Verdauung den Kreislauf zusätzlich. Und bedenken Sie: Knoblauch und Zwiebeln verstärken den Geruch der Körperausdünstungen.
  • 2. Anfänger gehen vormittags in die Sauna© dpa
    Saunaanfänger, die die Wärme nicht gewohnt sind, und Menschen mit empfindlichem vegetativen Nervensystem gehen besser vormittags in die Sauna. Gehen sie abends in die Sauna, erwärmt sich ihr Körper entgegen dem natürlichen Rhythmus zu sehr und kann nicht entspannen. Der Organismus gerät durcheinander. Einschlafstörungen und eine vermehrte Ausschüttung von Stresshormonen sind mögliche Folgen.
  • 4. Nicht gleich in die obere Reihe© nyul/ www.fotolia.de
    Egal, wie fit Sie sich fühlen: Anfänger beginnen auf den unteren Bänken. Auf den obersten Bänken ist die Hitze am größten, für Anfänger besteht die Gefahr eines Kreislaufkollaps. Beim Schwitzen legt man sich am besten flach auf die Bänke, um den Körper gleichmäßig zu erwärmen. Vor dem Verlassen der Sauna wird dann zwei Minuten lang aufrecht gesessen, um den Kreislauf zu stabilisieren. Achten Sie auf sich selbst: Wem es zu heiß wird oder wer sich unwohl fühlt, sollte früher rausgehen.
  • 5. Rücksicht auf die Nachbarn nehmen© dpa
    In der Sauna sollte immer eine Armlänge Platz zum Sitznachbarn bleiben. Ist die Sauna schon gut besetzt, setzen sich Sauna-Gänger in der Regel zum eigenen Geschlecht.
  • 6. Mit Saunaaufgüssen vorsichtig sein© Kzenon/ www.fotolia.com
    Ein Aufguss in der Sauna ist ein zusätzlicher Hitzereiz und sollte immer am Ende des Aufenthalts liegen. Die Wassermenge muss der Saunaraumgröße entsprechen: 20 bis 30 Gramm Wasser pro Kubikmeter Rauminhalt. Wer einen Duftstoff zufügen will, sollte sich genau an die Dosierungsangaben halten- sonst könnten die Schleimhäute und Atemwege zu stark gereizt werden. Die Düfte sollten ausschließlich natürliche oder naturidentische Inhaltsstoffe haben und keine Emulgatoren enthalten.
  • 7. Abkühlen: Erst Luft, dann kaltes Wasser© www.hitl-shop.de
    Gut durchgeschwitzt folgt der zweite, wichtige Teil: Die Abkühlung. Bitte niemals einfach ins kalte Wasser springen, das verkraftet nämlich nicht jeder Kreislauf! Sondern: Zuerst an die kalte Luft und draußen ein paar Minuten auf und ab gehen. Dann vorsichtig beginnen, mit einem kalten Wasserstrahl, Schlauch oder Dusche, zuerst die Gliedmaßen abzuspülen. Dabei den Duschstrahl vom rechten Fuß, Bein und Arm langsam zur linken Körperhälfte und bis zum Herzen hin zu führen. Zum Schluss geht es dann abwechselnd ins warme und kalte Tauchbad.
  • 8. Peeling für eine schöne Haut© Simone van den Berg/ www.fotolia.de
    Durch den Dampf und die Wärme in der Sauna ist die Haut optimal vorbereitet für ein Peeling. Das fördert die Durchblutung, den Lymphfluss und sorgt für Zellerneuerung. Das Peeling kann z.B. aus Salz, Honig, Ölen und Milch gemischt werden. Nach dem Saunagang wird der ganze Körper mit der Paste eingerieben an anschließend abgeduscht.
  • 9. Sauna nur nach moderatem Training© dpa
    Beliebt aber nur bedingt richtig: Saunieren nach dem Sport. Ein Gang in die Sauna nach dem Sport kann dem Körper beim Regenerieren helfen. Das gilt allerdings nur, wenn das Training moderat war. Hartes Training bedeutet Stress für den Körper und führt zu einer Abschwächung des Immunsystems. Ein Saunagang direkt nach dem "Auspowern" würde den Organismus nur zusätzlich belasten - und zwar durch die hohe Hitze und Kälte danach.
  • 10. Wer nicht in die Sauna gehen sollte© dpa
    Wer mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hat, sollte nicht mit vollem Magen in die Sauna gehen und zusätzliche Kreislaufbelastungen wie Aufgüsse meiden. Für Saunagänger mit niedrigem Blutdruck sind die anschließenden Kaltwasseranwendungen besonders wichtig. Wer an Fieber oder erhöhter Temperatur leidet, geht besser nicht in die Sauna, da die Hitze die körpereigene Temperaturregelung aus dem Gleichgewicht bringen kann. Und wer unter schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, sollte vor dem Saunieren einen Internisten zurate ziehen.