Kürbis: Hokkaido ist der Liebling der Köche

Kürbis: Hokkaido ist der Liebling der Köche

Kürbis als Suppe, Chutney oder gebraten: Mit der Sorte Hokkaido ist die Zubereitung ein Kinderspiel.

Hokkaido-Kürbis

© dpa

Kerne entfernen und Stiel abschneiden reicht: Die leuchtend orangen Hokkaido-Kürbisse müssen nicht geschält werden.

Jetzt kommen sie wieder frisch auf den Tisch: Kürbisse feiern seit einigen Jahren ein großes Comeback in deutschen Küchen. Ausgelöst hat dieses Revival ein eher kleiner Kürbis: Der Hokkaido. Er stammt ursprünglich aus Japan, genauer gesagt aus Hokkaido. Ende des 19. Jahrhunderts brachten US-Amerikaner eine Sorte Riesenkürbisse ins ferne Asien und züchteten dort den kleineren Hokkaido.

Hokkaido-Kürbis hat nussigen Geschmack

In Europa wird der Hokkaido mit seinem nussigen Geschmack seit rund 25 Jahren angebaut. Auch hierzulande werden kleinere Mengen geerntet, die meisten jedoch aus Spanien oder Frankreich importiert. Der gelb- bis orangefarbene Hokkaido hat mehrere Vorteile: Während andere Kürbisse schnell bis zu fünf Kilogramm auf die Waage bringen, ist er meist nur rund ein bis zwei Kilogramm schwer. Damit eignet er sich gut für Kleinfamilien oder Zweipersonen-Haushalte.

Hokkaido-Kürbisse müssen nicht geschält werden

Außerdem ist er gesund. Der Hokkaido enthält in seinem Fruchtfleisch mehr Karotin als Karotten. Hinzu kommen Vitamin A, C und E sowie Kalium, Kalzium, Zink und Magnesium. Hokkaidokürbisse sind sehr kalorienarm - 100 Gramm enthalten lediglich 23 Kilokalorien. Was den Hokkaido aber zum Liebling der Kürbisesser macht, sind nicht allein sein Gewicht und der Gesundheitswert: Dieser Kürbis muss nicht geschält werden, die Schale bleibt dran, wird mitgegart und mitverzehrt. Das ist in der Küche eine enorme Erleichterung, weil es jede Menge Zeit spart.

So wird der Kürbis zubereitet

Ganz einfach ist es allerdings auch mit dem Hokkaido nicht. Schließlich ist er wie andere Kürbisse ziemlich fest. Dazu bedarf es eines größeren, gut scharfen Messers. Auch ein bisschen Kraft kann helfen. Anschließend müssen die Kerne im Inneren mit einem Löffel weggekratzt werden, bevor der Kürbis für die weitere Zubereitung meist erst in Spalten und dann in kleinere oder größere Würfel geschnitten wird.

Klassische Kürbissuppe aus Hokkaido

Als klassisches Rezept gilt die Kürbissuppe. Dafür werden ein Hokkaido, eine Zwiebel und drei Möhren grob gewürfelt und in etwas Fett angebraten. Diese Menge wird mit Gemüsebrühe und einem halben Liter passierter Tomaten aufgegossen und gekocht, bis das Gemüse weich ist. Die Suppe wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und mit einem Stabmixer püriert. Zur Dekoration röstet man einige Kürbiskerne und gibt diese zusammen mit einigen Tropfen Kürbiskernöl auf die Suppe.

Kürbis Chutney selbstgemacht

Als Chutney beispielsweise passt der Kürbis gut zu Fleisch oder Käse. Dafür werden 200 Gramm Zucker, zwei Zimtsterne, zwei Vanilleschoten, zwei Muskatblüten und zwei Sternanis mit 100 Milliliter Wasser verrührt und zum Kochen gebracht. Dann kommen 800 Gramm fein gewürfelter Hokkaido dazu und kochen, bis sie weich sind. Die Kürbisstücke werden rausgenommen, die Flüssigkeit sirupartig eingekocht und die Kürbisstücke wieder hinzu gegeben. Wer es pikanter mag, kann mit Chilipulver nachwürzen.

Kürbis-Risotto

Als eigenständige Hauptspeise kann der Hokkaido als klassisches Risotto zubereitet werden. Den Kürbis klein würfen und mit Zwiebelwürfeln und Knoblauch in Olivenöl andünsten. Anschließend kommt Risottoreis dazu und wie gewohnt peu à peu Weißwein und Brühe zum Garen.

Gebackene Kürbisspalten

Lecker sind auch gebackene Kürbisspalten: Dafür wird der Kürbis in Spalten geschnitten, mit Olivenöl eingepinselt, gesalzen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gelegt. Die Stücke etwa 20 Minuten bei 200 Grad backen. Dann mit Petersilie bestreuen und als Beilage reichen. Sie passen als Beilage gut zu Fleischgerichten.

Fotostrecke:

  • Der Gigant unter den Gemüsen© dpa
    Kürbis: Der Gemüse-Gigant

Quelle: kra/dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 1. September 2016 10:03 Uhr

Rezepte: Kürbis für Gourmets