Butter selber machen: So geht's

Butter selber machen: So geht's

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Um Butter selber zu machen, braucht es nicht viel mehr als eine einzige Zutat, Muskelkraft und ein bisschen Know-how. Eine Anleitung in drei Schritten.

Brot mit Butter

© dpa

Butter lässt sich auch ganz einfach selbst herstellen. Nicht wenige haben das auch schon gemacht - wenn auch unfreiwillig: Wird Sahne zu lange mit dem Handrührgerät geschlagen, wird Süßrahmbutter daraus. Es gibt aber auch noch eine andere Methode, für die man nicht mal einen Mixer braucht.

Butter selber machen: So geht's

Um Butter selbst herzustellen, benötigt man Sahne mit einem Fettgehalt von mindestens 30 Prozent, einen Mixer, eine Rührschüssel, eiskaltes Wasser und eine Butterdose zur Aufbewahrung. Schlagsahne ohne Carrageen eignet sich besonders gut. Bio-Produkte verzichten oft auf den Zusatzstoff. Grundsätzlich gilt: Je höher der Fettgehalt der Sahne, desto besser.

1. Sahne überschlagen

Sahne in die Rührschüssel geben. Mit dem Handrührgerät so lange schlagen, bis sich Butterflöckchen bilden. Weiterschlagen, bis eine cremige, buttrige Konsistenz erreicht ist und sich am Boden die Buttermilch absetzt. Die Buttermilch anderweitig verwenden.

2. Butter waschen und kneten

Butterflocken in eiskaltes Wasser geben. Gut mit den Händen durchkneten und auspressen, bis die Buttermilchreste austreten. Den Vorgang mehrmals wiederholen. Dafür immer wieder frisches Wasser nehmen. Das Wasser sollte am Ende fast klar sein. Das Waschen der Butter verlängert die Haltbarkeit.

3. Butter formen und lagern

Fertige Butter formen und in einer Butterdose aufbewahren oder in Pergamentpapier einschlagen. Im Kühlschrank hält sich die selbstgemachte Butter mindestens eine Woche. Man kann sie aber auch einfrieren. Wer will, kann beim Kneten Salz oder Kräuter hinzufügen, um gesalzene Butter oder Kräuterbutter zu erhalten.

Tipp: Schraubglas statt Mixer

Wer keinen Mixer hat, kann die Butter auch im Schraubglas herstellen. Bei dieser Methode wird die Schlagsahne in das Glas gefüllt und so lange geschüttelt, bis sie erst steif wird und sich schließlich Fett von Flüssigkeit trennt. Am Ende bilden sich die Butterklumpen. Zu voll sein darf das Glas dafür nicht: Zwei Zentimeter Platz bis zum Deckel sollten schon sein. Der Prozess dauert einige Minuten.

Aus frischer Milch Sahne machen

Auch die Sahne als Basis für die Butterherstellung lässt sich zu Hause selbst herstellen. Dafür benötigt man allerdings frische Rohmilch oder Vorzugsmilch mit mindestens drei Prozent Fett. Da diese Milch nicht pasteurisiert ist, kann sie potenziell krankmachende Mikroorganismen wie Salmonellen, Campylobacter, Listerien und E.Coli enthalten. Vorzugsmilch oder Produkte daraus sind etwas sicherer als Rohmilch, sollten aber nicht von Schwangeren, Kleinkindern und Menschen mit geschwächtem Immunsystem konsumiert werden.

Viel Milch, wenig Rahm

Zunächst wird die Milch in ein hohes, schmales Rührgefäß gegeben. Zwölf Stunden lang im Kühlschrank stehenlassen, anschließend den Rahm von der Oberfläche abschöpfen. Zurück bleibt Magermilch, die weiterwendet werden kann. Den Prozess gegebenenfalls wiederholen, damit genug Sahne für die Butterherstellung entsteht. Denn: Der Rahmanteil der Milch ist sehr gering. Man braucht rund zwei Liter Milch um etwa 80 Gramm Sahne zu gewinnen.
Butter und Brot
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Quelle: BerlinOnline

| Aktualisierung: Mittwoch, 22. Januar 2020 11:26 Uhr

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