Linsen vor dem Kochen keimen lassen

Linsen vor dem Kochen keimen lassen

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Linsen machen lange satt, blähen weniger als Bohnen und können ihr Volumen verdreifachen - wenn man sie nur richtig keimen lässt. Und so funktioniert es.

  • Linsengericht mit Karotten© dpa
    Für den Linsentopf mit Karotten, Sellerie und Kartoffelwürfel werden Linsen verwendet, die man zuvor zwei bis drei Tage keimen lässt.
  • Verschiedene Linsensorten in Schälchen© dpa
    Es gibt Linsensorten in allen Farben. Doch nicht alle - zum Beispiel die gelben und roten Linsen - eignen sich zum Keimen.
  • Gekeimte Linsen© dpa
    Nach zwei bis drei Tagen ist es so weit: Durch das Keimen verdreifachen die Linsen ihr Volumen.
  • Blühende Alblinse© dpa
    So sehen Linsenblüten aus. Die Pflanzen werden wieder auf der Schwäbischen Alb angebaut.
Wer Linsen kochen will, sollte sie zuvor nicht nur einweichen, sondern auch ankeimen lassen. Das vergrößert ihr Volumen, erhöht ihre Bekömmlichkeit und sorgt dafür, dass die Mineralstoffe vom Körper aufgenommen werden können, erklärt Bio-Koch Alfred Fahr.

Linsen keimen lassen: So geht's

Nach dem Einweichen für zwölf Stunden im Wasser kommen die Linsen in ein Sieb und werden mit einem Kochtopfdeckel abgedeckt. «Während des Keimens für zwei bis drei Tage muss man sie aber zweimal täglich für eine halbe Minute gut durchwaschen», rät Fahr. Sonst fangen die Keimlinge an zu stinken.

Geschälte Linsen nicht keimen lassen

Das Keimen funktioniere für die meisten Linsensorten, mit Ausnahme der kleinen gelben und roten, die bereits geschält sind. Zu Fahrs Favoriten gehören die heimischen Alblinsen. Sie werden erst seit kurzem wieder in Deutschland angebaut, vor allem auf der Schwäbischen Alb. Das Gros der handelsüblichen Linsen komme aus Kanada, China, Spanien oder Chile.

Rezept für heißen Linsentopf

Für einen heißen Linsentopf röstet Fahr zunächst Speck und Zwiebeln in Rapsöl an. Dazu kommen kleine Würfel von Karotten, Sellerie und Kartoffeln sowie Lauchringe und Tomatenmark. Alles zusammen lässt man mit Gemüsebrühe aufkochen und für 20 bis 25 Minuten köcheln - so dass das Gemüse noch bissfest ist. Zum Schluss runden Schnittlauch, Thymian, drei EL Rotweinessig, 50 ml Apfelsaft und acht in Apfelsaft eingelegte Backpflaumen den Geschmack ab.

Nicht alle Linsen einweichen

Das Einweichen der Hülsenfrüchte verkürzt die Garzeit. Doch nicht alle Linsensorten müssen vor dem Kochen im Wasser liegen. Die kleinen roten und gelben Linsen werden nicht eingeweicht, da sie beim Kochen sonst schnell zerfallen würden. Unnötig ist das Einweichen auch bei Grünen Linsen und Beluga-Linsen. Tellerlinsen hingegen sollten aufgrund ihrer Größe eigeweicht werden - am besten über Nacht.

Linsen kochen: Tipps für Anfänger

Wie lange die Linsen kochen müssen, steht auf der Verpackung. Rote und gelbe Linsen brauchen nur zehn Minuten, braune Tellerlinsen bis zu einer ganzen Stunde im Topf - sogar dann noch, wenn sie vorher eingeweicht wurden. Wer die Linsen für einen Salat verwenden möchte, gibt Salz hinzu. Dadurch behalten die Hülsenfrüchte ihre Form. Wer ein Linsen-Dal kocht, verzichtet auf das Salz. So werden die Linsen weich und cremig.

Den richtigen Topf wählen

Da Linsen beim Kochen schnell aufschäumen, sollte der Topf groß genug sein und zu maximal zwei Dritteln - in der Aufteilung ein Drittel Linsen, ein Drittel Wasser, ein Drittel Luft - gefüllt sein. Das gilt vor allem, wenn die Linsen im Einweichwasser gekocht werden: Gelöste Saponine und Staubpartikel im Wasser verstärken den Effekt. Gewaschen werden sollten Linsen übrigens immer - um Staub und Schmutz zu entfernen.

Quelle: dpa/BerlinOnline

| Aktualisierung: Dienstag, 21. Januar 2020 12:46 Uhr

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