Kürbis: Einkauf, Lagerung, Zubereitung

Kürbis: Einkauf, Lagerung, Zubereitung

Als kulinarisches Highlight feiern Speisekürbisse in der Küche mit neuen Rezepten ein Comeback. Tipps zu Einkauf, Lagerung und Zubereitung.

Kürbisse im Herbst ernten

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Sie haben Auswüchse, Warzen und komische Formen: Kürbisse werden im Spätsommer und Herbst geerntet.

Speisekürbisse sollten nur im regulären Handel oder direkt vom Bauern gekauft werden. Denn Speisekürbisse unbekannter Herkunft können durch Kreuzungen mit Zierkürbissen Bitterstoffe enthalten und sind daher ebenso wie Zierkürbisse nicht zum Verzehr geeignet. In der Küche verwendbares Kürbisfleisch riecht und schmeckt neutral bis aromatisch, meist auch leicht süßlich, aber niemals bitter.

Für jedes Rezept den richtigen Kürbis

Die Konsistenz des Fruchtfleisches ist sehr verschieden. Nehmen Sie den zu dem Rezept passenden Kürbis: Zum Marmeladekochen oder als Kürbis süß-sauer sind Sorten mit weicherem Fruchtfleisch aus der Maxima-Gruppe besser geeignet, z.B. die grauen Kürbisse Queensland Blue oder Jarrahdale oder eine der exzellenten Sorten aus Japan.

Reifeprüfung für Kürbisse

Ob Kürbisse reif sind, lässt sich leicht erkennen: sie klingen hohl, wenn man auf die Schale klopft und haben einen verholzten oder verkorkten Stiel. Beim Einkauf am besten kleinere Exemplare bevorzugen: Ihr Fruchtfleisch ist fester, hat mehr Geschmack und ist weniger faserig. Damit sich der Kürbis gut hält, sollte er keine Druckstellen aufweisen, zudem darf der Stiel nicht fehlen, damit keine Fäulnisbakterien eindringen können.

Kürbis teilen: Einfach fallen lassen

Früchte mit einem großen Kochmesser oder - falls sie sehr hart sind - mit dem Fleischbeil halbieren, dann in größere Spalten teilen. Manche Sorten sind recht schwer zu knacken. Dabei ist es meist gar nicht die harte, dünne Schale, sondern das massive Fruchtfleisch, das dem Küchenmesser widersteht. Große Kürbisse, z.B. Muskatkürbisse oder die großen Hubbards, kann man deshalb auch aus etwa 1 Meter Höhe auf den Boden fallen lassen. Der Kürbis bekommt dann einen Riss, der die Zerteilung erleichtert. Manche Sorten, z. B. Hokkaido oder Uchiki Kuri, kann man auch mit Schale zubereiten.

Kerne entfernen, Kürbis zubereiten

Nachdem man den Kürbis in zwei Hälften oder in große Scheiben geschnitten hat, entfernt man die Samen mit einem Löffel. Schälen lassen sich die meisten Sorten mit einem Gemüseschäler. Anschließend in Stücke schneiden und zubereiten. Kürbisse eignen sich zum Grillen, Braten, Füllen und Überbacken sowie zum Dünsten, Kochen, Einlegen oder Pürieren. Kürbisse harmonieren mit vielen Gewürzen, Kräutern, Obst- und Gemüsesorten und nehmen schnell deren Aroma an.

Lagerung und Haltbarkeit

Angeschnittene Exemplare halten sich im Kühlschrank in Folie verpackt etwa zwei Tage. Unbeschädigte, ausgereifte Riesenkürbisse lassen sich monatelang aufbewahren, am besten bei 10-13 Grad Celsius und luftig in einem Netz aufgehängt. Manche Kürbissorten lassen sich bis zu acht Monate lang lagern, z.B. Hokkaido, Butternut, Muskatkürbis und Spaghetti-Kürbis. Auch Speisekürbisse, die einige Zeit als Dekoration verwendet wurden, lassen sich meist noch gut in der Küche verwenden.
Kürbisse Sorten Rezepte Verwendung Arten
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Fotostrecke:

  • Der Gigant unter den Gemüsen© dpa
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Quelle: Berlin.de

| Aktualisierung: Montag, 3. September 2018 09:41 Uhr