Kürbis: Geschichte und Warenkunde

Kürbis: Geschichte und Warenkunde

(0) Vielen Dank!

Kürbisse zählen zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt, über 800 Sorten sind bekannt. Hierzulande ist er vor ein paar Jahren auf den Speiseplan zurückgekehrt.

Kürbisse

© dpa

Kürbisse gelten als kulinarisches Highlight

Sie heißen "Gelber Zentner", "Big Max" oder "Dills Atlantic Giant" und machen ihrem Namen alle Ehre. Die Giganten des Gartens bringen es auf 50 Kilo und mehr, Rekordexemplare in den USA auf sensationelle 1000 Pfund, während der kleinste Kürbis, ein Zierkürbis der Sorte "Spinning Gourd", kaum größer als ein Euro ist. Kürbisse zählen zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt, weltweit sind über 800 Sorten bekannt.

Tropische Nahrungspflanze
Kürbisse (lat. Cucurbita) bilden eine Pflanzengattung aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Sie stammen aus Mittel- und Südamerika und gehören zu den ältesten Kultur- und Nahrungspflanzen Amerikas. Im 16. Jahrhundert wurden die Speisekürbisse von den Portugiesen nach Europa und China gebracht. Obwohl Kürbis aus den Tropen kommt, gedeihen viele Sorten hierzulande sehr gut.
zierkürbis
© Günter-Hartmann/ www.pixelio.de

Zierkürbisse

Speise- und Zierkürbisse

Kürbisse werden in Zier- und Speisekürbisse eingeteilt: Zu den Speisekürbissen zählen unter anderem die aus Japan stammenden Hokkaidokürbisse, Zucchini, Spaghettikürbisse, Butternutkürbisse, Muskatkürbisse, Moschuskürbisse, Türken-Turban, Bischhofsmütze und Mini-Patisson.

Fettfrei und vitaminreich

Kürbisfleisch besteht zu 85-90 % aus Wasser, der Anteil an Ballaststoffen etwa bei 2,5 %. Verwertbare Energie liefern eigentlich nur die Kohlenhydrate, denn Kürbis ist fettfrei. Stark enthalten sind die Vitamine C, und E, ebenso verschiedene B-Vitamine und die Vorstufen des Vitamins A, die Karotinoide. Bei den Mineralien und Spurenelementen bietet der Kürbis Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink und Selen.

Kürbis als Medizin

Kürbis enthält in Fleisch und vor allem in den Samen medizinisch verwendbare Sekundärstoffe, die so genannten Phytosterine. Diese pflanzlichlichen Hormone in bestimmten Kürbissorten zeigen deutliche Wirkung beim Einsatz gegen Blasen- und Prostataprobleme. Als der Gartenkürbis 2005 zur Arzneipflanze des Jahres ernannt wurde, hieß es, die bekannte Nutzpflanze ergebe nicht nur schmackhafte Suppen, Eintöpfe und Gratins, auch ihr gesundheitlicher Nutzen sei eindeutig bestätigt.

Fotostrecke

  • Der Gigant unter den Gemüsen© dpa
    Kürbis: Der Gemüse-Gigant

Quelle: BerlinOnline

| Aktualisierung: Donnerstag, 16. März 2017 16:43 Uhr