Tomaten: Liebesapfel voller Vitamine

Tomaten: Liebesapfel voller Vitamine

Das ganze Jahr über kann man sie frisch kaufen, am besten sind sie aber im Sommer: Tipps, Sorten, Ideen.

Tomaten

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Am Ende des Sommers kann man auf Wochenmärkten sehen, wie vielfältig Tomaten sein können. Es gibt verschiedenste Sorten und Farben: rote, gelbe, orange, grüne und sogar schwarze Tomaten.

Jahrhundertelang wurde die Tomate nur als Zierpflanze bewundert, da sie zunächst als giftig galt. Wie man heute weiß, trifft dies aber nur auf unreife Tomaten zu, die die Substanz Solanin enthalten. Außerdem wurde der Tomate nachgesagt, sie würde Liebeswahn hervorrufen, was ihr den Beinamen "Liebesapfel" eintrug.

Der Begriff Tomate leitet sich von dem Namen "tomatle" ab, den diese Frucht ursprünglich in ihren Heimatländern Peru und Mexiko trug. Christoph Columbus brachte die Tomate 1498 von seiner zweiten Reise mit nach Europa.

Zucker- und Säuregehalt variieren

Tomaten haben meist einen eher säuerlichen Grundgeschmack. Nur Fleischtomaten schmecken insgesamt etwas milder, auch wenn sie in den vergangenen Jahren etwas außer Mode gekommen sind. Sie haben einen nicht so hohen Säuregehalt. Allerdings haben sie, wie der Name bereits verrät, mehr Fruchtfleisch und sind dementsprechend weniger flüssig, wodurch sie sehr gut zu schneiden sind.

Unterschiede liegen dagegen häufig im Zuckergehalt. Manche Sorten sind sogar fast honigartig süß. Das ist vor allem bei Cocktailtomaten der Fall. Auch der Saftgehalt ist sehr unterschiedlich und reicht von recht trocken bis hin zu sehr saftig.
Nach Form und Größe werden vier Tomatensorten unterschieden:

Kugeltomaten

Kugeltomaten sind unsere "normalen" Tomaten. Kugeltomaten sind nach wie vor die beliebteste Handelssorte. Ihrer Form nach sind sie rund oder hochrund.

Fleischtomaten

Fleischtomaten werden auch "gerippte" Tomaten genannt. Fleischtomaten sind wesentlich größer und schwerer als Kugeltomaten und enthalten fünf oder mehr Fruchtkammern. Sie erfreuen sich wachsender Beliebtheit, da sie süßer als die üblichen Tomaten sind und weniger Fruchtsäuren enthalten. Außerdem sind sie kernarm.

Flaschentomaten
Tomatenpflanze
© dpa

Tomatenpflanze mit reifen Früchten.

Flaschentomaten sind in der Schweiz auch als Peretti-Tomaten oder in Italien als Roma- oder San Marzano-Type bekannt. Diese länglichen, flaschen- oder birnenförmigen Tomaten werden nur im Mittelmeerraum angebaut. Sie finden immer mehr Freunde, da sie sehr süß und aromatisch sind und obendrein nur wenige Samen enthalten. Dabei sind sie dickfleischig und lassen sich sehr gut schälen.

Kirschtomaten

Kirschtomaten heißen auch Cherry-, Cocktail- oder Partytomaten. Diese maximal 2,5 cm großen Minitomaten weisen wahrscheinlich die größte Ähnlichkeit mit der südamerikanischen Urform auf. Sie sind süßer als herkömmliche Tomaten und sind sehr beliebt als Garnitur oder Partysnacks.

Gesund und kalorienarm

Alle diese Tomaten haben einige wichtige Gemeinsamkeiten: Sie haben mit rund 17 Kalorien auf 100 Gramm besonders wenig Kalorien und sind auch noch sehr gesund. Der Verzehr von 100 Gramm Tomaten am Tag deckt nicht nur ein Viertel des täglichen Vitamin-C-Bedarfs.

Tomaten senken nachweislich das Risiko von Herz-Kreislauf-Krankheiten und beinhalten in hohen Konzentrationen das sogenannte Lycopin, das Krebserkrankungen vorbeugen soll. Nur der grüne Strunk sollte stets herausgeschnitten werden, da er das krebserregende Solanin enthält.
Tomatensaft
© Wirths PR

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Tomaten als Medizin

Die Tomate darf auch in keiner Hausapotheke fehlen, wirken ihre Säuren doch appetitanregend. Magen und Bauchspeicheldrüse werden angekurbelt. Außerdem wirkt Tomatensaft entwässernd und blutdrucksenkend.

Die allabendlich genossene Tomate sorgt für entspannte Nerven und ruhigen Schlaf. Darüber hinaus dient der rote Farbstoff der Tomaten, das Lycopin, in unserem Körper als Radikalfänger und ist somit als wirksames Krebsschutzmittel anzusehen.

Einkaufs-Tipp:

Damit Verbraucher beim Einkauf aber auch wirklich frische Tomaten erwischen, sollten bestimmte Hinweise beachtet werden. Wenn die Tomaten dunkelrot und weich sind, sich eindrücken lassen und die Haut dabei Falten bildet, dann sind sie mindestens schon mehr als eine Woche alt. Außerdem sollten bei Rispentomaten die grünen Teile des Geästs nicht trocken und verdorrt sein.

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Quelle: kra/BerlinOnline/dpa

| Aktualisierung: Freitag, 9. Februar 2018 10:37 Uhr

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