Ghee: Geklärte Butter selber machen

Ghee: Geklärte Butter selber machen

Butter enthält neben Fett auch Proteine, Milchzucker und Wasser. Eine Ausnahme bildet die Sorte Ghee. Hobbyköche können sie ganz einfach zu Hause herstellen.

Butter und Brot

© dpa

Ghee unterscheidet sich von einer gewöhnlichen Butter durch den sehr hohen Fettgehalt.

Vor allem in der indischen und ayurvedischen Küche wird mit Ghee gekocht. Die Butter hat den Vorteil, dass sie lange haltbar ist und hoch erhitzt werden darf. Ghee besteht zu 95 Prozent aus Fett. Reine Butter hat dagegen einen höheren Anteil an Wasser und Milcheiweiß und besteht nur zu etwa 82 Prozent aus Fett. Proteine, Milchzucker und Wasser werden bei der Herstellung von Ghee herausgefiltert, erläutert das Bundeszentrum für Ernährung.

Anleitung: Ghee selber machen

Wer Ghee nicht kaufen möchte, kann es auch einfach und schnell selbst machen. Dafür zerteilt man 500 Gramm Süßrahmbutter in kleine Stücke und gibt sie bei hoher Temperatur in einen Topf mit dickem Boden. Dann wartet man, bis die Butter geschmolzen ist und sich Blasen bilden, die hörbar platzen.

Schaum immer wieder abschöpfen

Dann alles auf kleinster Stufe ohne Deckel weiter köcheln lassen. Den Schaum, der an die Oberfläche kommt, schöpft man regelmäßig ab. Das Ghee sollte noch 20 Minuten weiter köcheln, bis es klar und von goldgelber Farbe ist.

Ghee mit Teefiltertüte filtern

Nach dem Abkühlen gibt man das Ghee durch eine Teefiltertüte im Trichter in ein Schraubglas. Die ausgeflockten Eiweißbestandteile bleiben beim Abschöpfen im Filter zurück. Kaffeefiltertüten sind zum Abfiltern zu großporig. Da Ghee sehr hoch erhitzt werden kann, ist es gut zum Braten und Frittieren geeignet. Gekühlt hält es sich bis zu 15 Monate, bei Raumtemperatur etwa 9 Monate.

Quelle: dpa/BerlinOnline

| Aktualisierung: Mittwoch, 4. Oktober 2017 10:50 Uhr