Rhabarber: Was die Farbe verrät

Rhabarber: Was die Farbe verrät

Rhabarber schmeckt je nach Sorte extrem sauer, leicht herb oder mild-süß. Welches Aroma die Stangen haben, verrät die Farbe.

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    Die Farbe verrät, wie Rhabarber schmeckt.
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    Roher Rhabarber enthält Oxalsäure, die den Stoffwechsel beeinträchtigen kann - und mitunter auch Küchengeräte angreift.
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    Noch bis Ende Juni dauert die Rhabarbersaison.
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    Je später in der Saison der Rhabarber geerntet wird, desto saurer ist er im Geschmack.
  • Rhabarber in Stücke schneiden© dpa
    Ob Rhabarber geschält werden muss, ist von der Ware abhängig. Am besten schneidet man erst etwas größere Stücke, um zu prüfen, wie hart die äußeren Fasern sind.
Der säuerlich-herbe Rhabarber ist reich an Vitamin K, Kalium und Kalzium. Die Farbe gibt Aufschluss über seinen Geschmack: Grüne Stängel mit grünem Fleisch sind sehr sauer, während rote Stängel mit grünem Fleisch eher herb schmecken. Relativ milde schmecken rote Stängel mit rotem Fleisch. Auch im Treibhaus vorgezogenen Rhabarber erkennt man an der Farbe: Die Stiele sind hellrot, das Fruchtfleisch rosa, der Geschmack mild-säuerlich.

Rhabarber zubereiten: Tipps und Rezeptideen

Die ganz roten Stangen eignen sich beispielsweise für eine Grütze oder einen Fruchtsalat. Rotstieliger Rhabarber mit grünem Fruchtfleisch passt zu herzhaften Gerichten oder bietet einen frischen Kontrast als Kuchenbelag. Grünstieliger Rhabarber mit grünem Fruchtfleisch ist ideal für Marmeladen oder Kompott. Gekocht werden die Stangen nur in Emaille- oder Edelstahltöpfen. Aluminium verfärbt sich und gibt dem Gemüse einen unangenehmen Beigeschmack.

Vorsicht, Oxalsäure! Rhabarber nicht zu häufig essen

Für all diese Sorten gilt aber: Wegen der Oxalsäure sollte das Gemüse höchstens zwei- bis dreimal in der Woche gegessen werden. Wer an Gicht leidet oder Nierensteine hat, isst besser keinen Rhabarber.

Blanchieren mildert die Säure

Um die Wirkung der Säure zu mildern, kann Rhabarber mit Milch oder Milchprodukten zubereitet werden. Die Säure lasse sich auch durch Blanchieren der Stangen mildern, rät Manfred Christiansen von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Frischen Rhabarber erkennen und richtig lagern

Beim Kauf sollte man feste, knackige Stangen auswählen. In ein feuchtes Tuch gewickelt, halten sie sich im Kühlschrank bis zu einer Woche. Rhabarber lässt sich auch gut einfrieren. Dazu Stangen waschen und in Stücke schneiden. Die Stücke auf einem kleinen Blech verteilen und etwa zwei Stunden anfrieren lassen. Erst danach in Gefrierbeutel oder Dosen füllen und wieder ins Gefrierfach legen.

Rhabarber als Abführmittel

Ursprünglich stammt Rhabarber aus Tibet und der Mongolei. Schon vor 5000 Jahren wurde er in einem chinesischen Kräuterbuch als Medikament gegen Verstopfung erwähnt. Nach Europa gelangte Rhabarber im 16. Jahrhundert zunächst ebenfalls als Abführmittel. Erst die Engländer entdeckten im 18. Jahrhundert, dass Rhabarber nicht nur bittere Medizin ist, sondern auch schmeckt. Hundert Jahre später kam der saure Genuss auch nach Deutschland.
Rhabarber in Desserts und Kuchen
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Quelle: dpa/BerlinOnline

| Aktualisierung: Mittwoch, 11. April 2018 09:01 Uhr