Porridge: Rezeptideen von süß bis salzig

Porridge: Rezeptideen von süß bis salzig

Mit Früchten, Nüssen und Honig wird aus schnödem Porridge ein vollwertiges und leckeres Frühstück. Auch sonst darf experimentiert werden - zum Beispiel mit Quinoa statt Haferflocken.

  • Porridge mit Quinoa© dpa
    Abwandlung vom Klassiker: Wer mag, testet mal Quinoa als Grundlage für Porridge.
  • Porridge mit Quinoa© dpa
    Quinoa-Porridge mit Weintrauben und Pekannüssen.
  • Porridge mit frischen Früchten und Nüssen© dpa
    Ob mit Nüssen oder Früchten: Auch ein klassisches Porridge mit Haferflocken lässt sich vielfältig kombinieren.
  • Bratapfel-Porridge© dpa
    Für den Bratapfel-Porridge wird kurz bevor der Brei fertig ist, ein Apfel hinzu geraspelt und mit viel Zimt und gehackten Nüssen abgerundet.
  • Herzhafter Haferbrei© dpa
    Porridge muss nicht immer süß sein. Der Haferbrei kann auch herzhaft zubereitet werden - mit angebratenem Gemüse und Avocado.
  • Zitronenporridge mit Erdbeeren© dpa
    In der Schüssel mit dem Zitronenporridge sorgen Erdbeeren für den Farbtupfer.
  • Overnight Oats© dpa
    Die kalte Variante des Porridge nennt sich Overnight Oats. Dafür werden schon am Vorabend die Zutaten vermengt. Im Glas ziehen sie über Nacht, und morgens kommen Äpfelchen und Beeren dazu.
Etliche altbekannte Lebensmittel gelten plötzlich als supermodern. So wundert sich mancher, dass etwa Grünkohl nun den Titel Superfood trägt. Und noch etwas ist derzeit - im wahrsten Sinne des Wortes - in aller Munde: Porridge.
Huch, denkt sich wohl mancher, der seit Jahrzehnten jeden Morgen seinen gekochten Haferbrei löffelt - denn genau das ist Porridge. Aber ja. Auf zahlreichen Modeblogs und in Kochbüchern präsentieren die Autoren schönste Kreationen mit frischen oder getrockneten Früchten, Ahornsirup und diversen Milchprodukten. Und nicht mal Hafer ist als Grundlage für Porridge Pflicht.

Porridge zubereiten: So geht's

Die Zubereitung von Haferbrei ist simpel: Haferflocken in Flüssigkeit quellen lassen, aufkochen, verfeinern - fertig. Essenziell ist ein gutes Mengenverhältnis zwischen Flüssigkeit und Flocken. Ratsam ist es, pro Person eine halbe Tasse Getreideflocken und eine bis anderthalb Tassen Flüssigkeit zu verwenden. Sind die beiden Grundzutaten im Topf, ist etwas Geduld angesagt.
Man sollte den Brei nicht zu schnell aufkochen, da die Haferflocken einige Minuten brauchen, um aufzuquellen. Ist der Brei am Ende zu zäh, hilft ein Schuss Wasser oder Milch. Zarte Getreideflocken machen das Ergebnis eher cremig, während die kernigen Exemplare für etwas mehr Biss und Struktur sorgen. Wer ein intensiveres Aroma mag, kann die Flocken ohne Fett und Flüssigkeit kurz im Topf anrösten.

Porridge mit Früchten süßen

Bei den Zutaten darf gespielt werden - und wer es richtig macht, kann sich so ein gesundes und wohltuendes Frühstück anrühren. Getreide in Kombination mit Obst, Milchprodukten und vielleicht auch Nüssen mache aus Porridge ein vollwertiges Frühstück, sagt Gabriele Graf, Expertin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale NRW. Wichtig: Vorsicht mit Süße und Zucker. «Süße kann in Form von Früchten zugegeben werden», sagt Graf. Das kann auch mal Trockenobst sein, zum Beispiel getrocknete Aprikosen oder Datteln.
Ursprünglich wurde Porridge übrigens auch gesalzen gegessen, erzählt die Expertin. Das Rezept stamme aus Schottland und wurde schon damals mit Wasser oder Milch zubereitet. Dabei muss es natürlich keine Kuhmilch sein - es funktioniert beispielsweise genauso gut mit Soja-, Mandel- und Hafermilch. Tipp: Mixt man Mandelmilch mit Pistazien, erhält man eine grüne Milch, die im Porridge ein Hingucker ist.

Brei mit Honig und Nüssen verfeinern

Wer dann doch etwas süßen will, gibt Honig, Sirup oder auch Zimt und Zucker darüber, empfiehlt Nett. Süße liefern auch Apfelmus oder getrocknete, eingeweichte Pflaumen. Wer mag, gibt auf den heißen Brei tiefgefrorene Himbeeren - die tauen dann an und behalten einen erfrischend kühlen Kern.
Zum Porridge schmecken außerdem Nüsse wie Cashewkerne und Mandeln. So kann man sich jeden Morgen eine neue Variante zubereiten. Auch bei der Wahl der Flocken lasse sich variieren, sagt die Kochbuchautorin. «Dinkel-, Hirse- oder Reisflocken sind eine spannende Abwechslung zu den klassischen Haferflocken.»

Haferbrei mit Quinoa statt Haferflocken

Nett mag besonders gern eine Abwandlung des klassischen Porridge mit Quinoa. Sie kocht das Pseudogetreide in Milch: «Und ich schmecke es hinterher mit Trockenpflaumen oder Ahornsirup und einem Klecks Naturjoghurt ab.»
Mischungen aus Getreide und Pseudogetreide empfiehlt auch die australische Köchin und Autorin Donna Hay in ihren Büchern. In einem gibt es das Rezept für ein Fünfkorn-Porridge - aus Dinkel-, Hafer- und Gerstenflocken, weißem Quinoa und Leinsamen. Hay empfiehlt, die Körner in einer Milch-Wasser-Mischung zu köcheln und zum Schluss Meersalzflocken und Honig dazuzugeben.

Haferbrei braucht nicht viel Zeit

Während der warme Brei für manche am Morgen noch ungewohnt ist, empfinden andere das als besonders wohltuend. Viele schreckt aber der vermeintliche Aufwand ab, schon am Morgen den Herd anzumachen und mehrere Zutaten zu mischen. Aber an der Zeit solle es nicht scheitern, meinen die Expertinnen. «Generell ist Porridge ultraschnell zuzubereiten», sagt Nett.
Wer es morgens eilig hat, gibt einfach nur die Haferflocken mit Wasser in den Topf und köchelt die Mischung einige Minuten leicht. «In der Zwischenzeit kann man sich wunderbar die Zähne putzen oder die Haare frisieren.» Danach einfach etwas frische kalte Milch und Zimt-Zucker dazugeben und genießen.

Haferflocken am Vorabend einweichen

Graf empfiehlt, sich bewusst Zeit für ein Frühstück und dessen Zubereitung zu nehmen. «Außerdem kann man zum Beispiel etwas gröbere Haferflocken schon am Vorabend in Wasser einweichen.» Die Mischung bleibt dann über Nacht im Kühlschrank. «Am Morgen kann man dann die gequollenen Flocken mit etwas Milch in der Mikrowelle oder im Topf erhitzen, oder auch einfach kalt angerührt mit Milchprodukten essen.»
Wer auf Milch verzichten will, kann die Flocken in Orangensaft einweichen. Dazu passen getrocknete Aprikosen, Zimt und Kakaopulver. Es ist generell möglich, gleich eine größere Menge Porridge vorzukochen. Diese kann man zwei bis drei Tage im Kühlschrank lagern und portionsweise in der Mikrowelle oder mit etwas Wasser im Topf aufwärmen.

Fertigmischungen enthalten oft viel Zucker

Inzwischen gibt es auch fertige Porridge-Mischungen im Supermarkt, die nur noch mit heißem Wasser angerührt werden. Dabei sollte man sich die Zutatenliste genau anschauen - denn oft steckt in den Fertigprodukten viel Zucker. «Zum Beispiel Fruchtzucker, Milchzucker oder Maissirup», sagt Graf. Wie so oft in der Küche gilt auch beim Porridge: Wer selbst seine Zutaten zusammenrührt, weiß was drin steckt - und kann all seine Lieblinge mit hineinmischen.

Quelle: dpa, bearbeitet BerlinOnline

| Aktualisierung: Mittwoch, 3. April 2019 09:51 Uhr

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