Lebkuchen backen: Rezepte, Ideen, Tipps

Lebkuchen backen: Rezepte, Ideen, Tipps

Lebkuchen selbst backen, ist gar nicht schwer. Und beim Verzieren können auch Kinder mithelfen.

  • Lebkuchenteig herstellen© dpa
    Wissen, was drin ist: Wer seinen Lebkuchenteig selbst macht, kennt alle Zutaten.
  • Elisen-Lebkuchen© dpa
    Mit Schokoladenüberzug oder mit Zuckerguss: Elisen-Lebkuchen gibt es in verschiedenen Varianten.
  • Honigkuchen dekorieren© dpa
    Schön dekoriert: Mit Mandeln und kandierten Früchten sieht ein Honigkuchen gleich nochmal so lecker aus.
Lebkuchen werden oft nach alten überlieferten Rezepten gebacken. «Lebkuchen backen ist kein Hexenwerk», sagt die Autorin und leidenschaftliche Bäckerin Silke Kobr. Bei ihren Elisen-Lebkuchen hält sie sich an das Rezept ihrer Oma.

Zutaten für das Elisen-Lebkuchen-Rezept

Für etwa 40 Stück gibt sie in eine schaumig gerührte Masse aus sechs Eiern und 400 Gramm Zucker zwei Messerspitzen Nelkenpulver, eine Messerspitze Muskatnuss, zwei Teelöffel Zimt, die abgeriebene Schale von zwei Zitronen und fünf Tropfen Bittermandelöl. Dazu kommen 150 Gramm Zitronat, 50 Gramm Orangeat sowie je 250 Gramm Haselnüsse und Mandeln.
Lebkuchen backen
© dpa

Nur echt mit Nuss: Elisen-Lebkuchen sind eine Spezialität in der Adventszeit.

Elisen-Lebkuchen: Was ist drin?

Elisen-Lebkuchen gelten als Meisterstücke der Lebküchlerei. «Sie gehören in die Kategorie 'Feinste Oblatenlebkuchen'», erläutert Konditormeister Martin Rößler aus Nürnberg. So muss ein Elisen-Lebkuchen zu mindestens 25 Prozent aus Mandeln, Hasel- oder Walnüssen bestehen. Der Mehlanteil darf höchstens bei 10 Prozent liegen.

Hirschhornsalz als Treibmittel für Lebkuchenteig

In Rößlers Nürnberger Elisen-Lebkuchen kommen neben den Grundzutaten noch Marzipanrohmasse und Aprikosenkonfitüre. Außerdem verwendet er Hirschhornsalz als Treibmittel. Das bringe bestimmte Geschmacksnoten mit, «die in den Lebkuchen einfach reingehören». Damit dieser typische Geschmack nicht zu dominant wird, nimmt er zusätzlich Backpulver zur Lockerung des Teigs.

Typische Gewürze für Lebkuchen

Zu den wichtigsten Zutaten für Lebkuchen gehören die Süßungsmittel Honig oder Zucker und die Gewürze. Robert Schorp, Fachlehrer an der Bundesakademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim, empfiehlt unter anderem Zimt, Nelken, Anis, etwas Kardamom, Koriander, Ingwer und Muskat. Die Mischung dieser Gewürze ist häufig ein streng gehütetes Geheimnis der Bäcker. Wer nicht Geheimnisträger ist, kann zu einem fertigen Lebkuchengewürz greifen. Beim Selbermischen besteht laut Rößler unter anderem die Gefahr, dass die Komposition zu nelkenlastig und damit bitter werde.

Lebkuchen nach dem Backen trocknen

Vor dem Backen müssen sie an einem warmen Ort trocken. «Das ist das A und O», betont Kobr. Beim Trocknen bildet sich auf dem Teig eine kleine Haut, die verhindert, dass das Gebäck im Backofen auseinanderläuft. Rößler empfiehlt mindestens zwölf Stunden Trocknungszeit und eine Backzeit, die lieber ein bisschen zu kurz als zu lang ist. Es komme dem Geschmack zugute, wenn der Lebkuchen noch einen kleinen weichen Kern habe, sagt er. Gegessen werden sollte das Backwerk erst einige Tage nachdem es aus dem Ofen gekommen ist. Erst dann ist es richtig weich.
Lebkuchenhäuschen verzieren
© dpa

Da schlagen Kinderherzen höher

Zuckerguss hält Lebkuchen-Häuschen zusammen

Eine besonders bei Kindern beliebte Spezialität sind selbst gemachte Hexenhäuschen. Wichtig ist laut Kobr, dass die aus Lebkuchenteig gebackenen Hausteile überall gleich stark sind und nicht zu groß geraten. Dann lassen sie sich gut zusammenkleben. Geklebt wird mit einem Zuckerguss aus Eischnee und Puderzucker. Auf ein Eiweiß nimmt Kobr 250 Gramm Puderzucker.

Lebkuchen richtig aufbewahren

Wer am Hexenhäuschen knuspern will, sollte es nicht länger als ein bis zwei Wochen stehen lassen, dann werden die Teigplatten trocken. Andere Lebkuchen, die nicht zur Dekoration gebacken wurden, können nach dem Glasieren mit Kuvertüre oder Zuckerguss und Dekorieren mit Mandeln oder kandierten Früchten in einer Blechdose kühl und trocken gut vier bis sechs Wochen aufbewahrt werden.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 29. Dezember 2014 09:33 Uhr

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