Marmelade und Konfitüre selber einkochen: Pektin muss ein

Marmelade und Konfitüre selber einkochen: Pektin muss ein

Konfitüre oder Marmelade selbst einkochen erfordert einige Kenntnisse. Wie es gelingt und warum manche Früchte Pektin brauchen.

Gläser randvoll befüllen

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Damit ein Vakuum entstehen kann, müssen Verbraucher die Gläser beim Einmachen randvoll befüllen. Foto: Lea Sibbel

Die Konfitüre fließt vom Brötchen und hinterlässt klebrige Spuren auf Teller und Händen. Schuld ist ein Fehler beim Einkochen. Wenn es nicht fest genug wird, dann haben die Früchte meist nicht genug Pektin drin. Pektine sind natürliche Bindemittel, die in Pflanzen vorkommen. Himbeeren oder Erdbeeren zum Beispiel enthalten nur wenig Pektine.
Konfitüre einkochen
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Konfitüre: So wird sie fester

Wenn die Fruchtmasse beim Einkochen zu flüssig bleibt, gibt es eine einfache Lösung: «Ein bisschen nachkochen lassen», rät Wittkowski. Statt der üblichen vier muss Himbeerkonfitüre vielleicht viereinhalb oder fünf Minuten kochen. Alternativ macht auch etwas Zitronensaft die Masse fester. Ein Test zeigt, ob die Konfitüre am Ende fest genug ist: Nach dem Eintauchen und Herausziehen eines Löffels aus der Masse darf Konfitüre abfließen und abtropfen. Am Ende muss aber etwas hängen bleiben. «Der letzte Tropfen darf nicht abtropfen», betont Wittkowski. Dann ist der Fruchtauftrich gut.

Konfitüre: So wird sie flüssiger

Richtig schwierig wird es, wenn die Konfitüre nicht zu flüssig, sondern zu fest ist. Das liegt meist daran, dass die Masse zu lange gekocht hat. Manchmal ist die Konfitüre noch mit etwas Wasser oder Orangensaft zu retten. Wenn das auch nicht mehr hilft, kann die Fruchtmasse anderweitig Verwendung finden, zum Beispiel in Plätzchen oder Kuchen.
Die Gläser müssen steril sein
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Kochzeit: vier Minuten

Die regulären vier Minuten Kochzeit von Konfitüre zählt man erst ab dem Moment, wenn die Frucht-Zucker-Mischung im Topf zu sprudeln beginnt. Spätestens von da an sollten Hobbyköche die Uhr im Blick behalten. Tipp: Möglichst einen großen Topf verwenden, damit beim Sprudeln nichts überkocht.

Gläser müssen steril sein

Die Gläser für den Fruchtaufstrich müssen steril sein. Denn sonst kann sich schnell Schimmel bilden. Die Deckel mit kochendem Wasser übergießen. Die Gläser stellt man in der Zeit zwischen Spülen und Einfüllen verkehrt herum: So gerät kein Dreck hinein. Damit ein Vakuum entstehen kann, müssen Konfitüren-Köche die Gläser randvoll befüllen.
Kürbishaufen
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 22. August 2014 10:52 Uhr