Spargel ist ein gesunder Alleskönner

Spargel ist ein gesunder Alleskönner

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Spargel enthält viele Vitamine und Nährstoffe, aber wenig Kalorien. Bei der Zubereitung sind viele Varianten möglich.

Spargel

© dpa

Zu weißem und grünem Spargel ist zarter Schinken ein guter Begleiter.

In den weißen Stangen stecken so viele wertvolle Inhaltsstoffe, dass sie einen Teil des täglichen Bedarfs decken.

Macht satt und ist gesund

Das sind Vitamin C, Vitamine B1 und B2, Folsäure und die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Eisen, listet Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn auf.

Außerdem regen Ballaststoffe die Verdauung an, der hohe Kaliumgehalt fördert die Entwässerung. «Davon profitieren auch Menschen mit Bluthochdruck und Herzleiden», sagt sie.

Zu den gesundheitlichen Vorzügen zählt die DGE die bioaktiven Substanzen. Saponine und Flavonoide stehen im Ruf, Krebs sowie Herz- Kreislauferkrankungen vorzubeugen.

Zudem bleibt Spargel relativ lange im Magen und macht entsprechend lange satt. Pur gegessen, mit frischen Kartoffeln, reicht ein Pfund für eine volle Mahlzeit.
Pur oder als Salat

Nur mit zerlassener Butter serviert entfaltet das feine Gemüse seinen Geschmack ungestört. Gekochter Schinken, Parma- oder Räucherschinken gehören zu den klassischen Begleitern.

In einen Spargelsalat kommen neben gekochten Eiern Petersilie, Estragon, Dill und Zwiebeln sowie eine Vinaigrette. Das Ganze wird auf grünen Salatblättern angerichtet.
Grüner und violetter Spargel noch gesünder

«Grüne und die hierzulande relativ seltenen violetten Stangen gelten als noch gesünder als die weißen. Eine rosa Färbung ist Zeichen eines hohen Gehalts an wertgebenden und geschmacksbildenden Bestandteilen», sagt Prof. Peter-Jürgen Paschold von der Forschungsanstalt für Wein- und Gartenbau Geisenheim (Hessen).

Er erforscht unter anderem Zusammensetzung und Anbau des Spargels. Auf dessen Heilkraft vertraute schon die Antike. So schrieb der griechische Arzt Hippokrates den Wurzeln einen stopfenden Effekt zu, die harntreibende Wirkung war geschätzt.

Dass die Stangen als Gewächse der Liebeskraft galten, hat für Silke Restemeyer dagegen «mehr mit dem Aussehen als wirklich mit den Inhaltsstoffen zu tun».
Am besten dampfgaren

Damit Vitamine und Spurenelemente möglichst erhalten bleiben, wird Spargel am schonendsten über Wasserdampf gegart. «Beim Dünsten oder Braten gehen ebenfalls wenige Inhaltsstoffe verloren», sagt Georg Köster, Spargel- und Erdbeerbauer aus Bad Zwischenahn.

Ins Kochwasser gehören etwas Salz, Butter und eine kleine Menge Zucker. «Ein intensiver Bitter-Geschmack lässt sich damit aber nicht neutralisieren. Denn im Topf ist nichts schiefgegangen, der Spargel wurde zu nah am Wurzelstock gestochen», erläutert Köster.
Aus dem Kochwasser eine Suppe machen

Anschließend können Wasser und Schalen zu Suppe weiterverwertet werden. Dazu wird eine Mehlschwitze mit der Flüssigkeit, Sahne und Eigelb aufgefüllt. Zum Abschmecken reichen Salz, Pfeffer, Muskat und Paprikapulver. Spargelstückchen geben Biss.

Bei verfeinerten Varianten kommt ein Schuss Weißwein in die Suppe oder Parmaschinken plus gerösteter Toastbröckchen auf den Teller.

Das traditionelle Ende der Spargelzeit ist übrigens der Johannis-Tag am 24. Juni.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 30. November 2018 10:15 Uhr

Spargel-Spezial