Gewürze: Welche in keiner Küche fehlen dürfen

Gewürze: Welche in keiner Küche fehlen dürfen

Salz und Pfeffer sind beim Kochen unentbehrlich. Andere Gewürze bringen die besondere Note ins Essen.

Gewürze

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Gewürze wie Curry, Fenchel oder Kurkuma können von Anfang an in den Topf.

In jedem Gewürzschrank sollten nicht nur schwarzer und weißer Pfeffer, edelsüßes und rosenscharfes Paprikapulver und Salz stehen.

Lorbeerblätter für Soßen und Gulasch

Auch Lorbeerblätter dürfen nicht fehlen. Sie aromatisieren zum Beispiel Soßen, Ragouts, Gulasch, Sauerkraut und vieles mehr. Sie werden zum Würzen eingelegter Gurken und Heringe verwendet sowie zur Aromatisierung von Essigen.

Curry als individuelle Gewürzmischung

Ein pikantes oder mildes Curry, auf den persönlichen Geschmack abgestimmt, ist bei den Mischgewürzen unentbehrlich. So gut wie immer enthalten in der Gewürzmischung sind Kurkuma, Koriander, Bockshornklee, Pfeffer und Kreuzkümmel.

Chilis machen alles scharf

Anzuraten ist außerdem ein Vorrat kleiner getrockneter Chilis. Sie lassen sich besser aufbewahren als frische und eignen sich für Pasta und Tomatengerichte sowie zum Nachwürzen. Generell gilt: Je kleiner die Chilischote, desto schärfer.

Muskatnuss für Kohl und Kartoffeln

Eine Muskatnuss gibt - frisch gerieben - vielen Kohlsorten wie Kohlrabi, Rosenkohl und Blumenkohl ebenso Würze wie einem Kartoffelpüree oder einer Kartoffelsuppe. Zu viel sollte man aber nicht von dem Gewürz verwenden. Das Gewürz kann einen rauschähnlichen Zustand auslösen.

Vanille verfeinert Scampis und Geflügel

Und Vanille empfiehlt sich für alles Süße. Schokolade, Puddings, Cremes, Eis und Backwaren werden damit aromatisiert. Noch interessanter aber ist die Vanille für aufregende Zubereitungen von Scampis, Hummer, Lachs, Geflügel und Kalb.

Beim Würzen zählt der Zeitpunkt

Gewürze geben Speisen erst den richtigen Kick. Das Aroma kann sich aber nur optimal entfalten, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden. Die meisten von ihnen sind unkompliziert und vertragen hohe Temperaturen. Sie können also von Anfang an in den Topf. Dazu zählen beispielsweise Curry, Fenchel, Kurkuma, Pimentkörner, Lorbeerblätter, Zimt und Kümmel.
Wer den Geschmack der Gewürze intensivieren möchte, kann Anis, Schwarzkümmel und Senfsamen vor der Verwendung kurz anrösten. Bei Chiliflocken nimmt mit der Zeit die Schärfe zu. Paprikapulver dagegen reagiert auf zu viel Hitze mit einem bitteren Beigeschmack. Das gilt auch für Ingwer, Safran und Cayennepfeffer: Sie werden erst kurz vor Ende der Kochzeit hinzugefügt.

Gewürze richtig lagern

So bequem es ist, Gewürze im Regal in der Nähe des Herdes zu haben, so ist es doch ihr sicherer Tod. Sie Gewürze sollten nicht in Kontakt mit Hitze, Feuchtigkeit, Licht beziehungsweise Sonneneinstrahlung kommen. Sie vertragen Dämpfe nicht. Ätherische Öle verflüchtigen sich bei 25 Grad Celsius, und gemahlene Gewürze verklumpen durch Feuchtigkeit.
Praktisch sind Gewürzregale auf der Innenseite der Schranktür. Dort stehen die Gewürze übersichtlich griffbereit. Sie stehen aber auch gut geschützt in einer Schublade des Küchenschranks - am besten luftdicht verschlossen in Metalldosen, dunklen Apothekergläsern oder ausrangierten Marmeladengläsern.

Wie lange sind Gewürze haltbar?

Ungemahlen, trocken, lichtgeschützt, bei Zimmertemperatur und nicht über dem Herd gelagert sind Gewürze sehr lange haltbar. Ganze Gewürze halten 3 bis 4 Jahre durch, verschiedene Pfeffersorten 4 bis 5 Jahre, Gewürzmischungen 2,5 bis 3 Jahre und getrocknete Kräuter 1,5 bis 2 Jahre. Dabei gilt das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum immer nur für die ungeöffnete Ware.
Für den optimalen Gewürzgenuss empfehlen Experten, Gewürze möglichst ganz zu kaufen und frisch zu mahlen oder zu mörsern. Sind die Aromazellen durch das Mahlen erst einmal aufgebrochen, verflüchtigen sich die duftenden Stoffe, und das Gewürz verliert an Aroma. Deshalb sollte man alles, was sich gut mahlen lässt wie Pfeffer, Koriander oder Kardamom in kleinen Mengen immer frisch mahlen.

Muffige Mischungen besser entsorgen

Angebrochene Packungen von gemahlenen Gewürzen sollte in etwa sechs Monaten aufgebracht werden. Das heißt jedoch nicht, dass ein gemahlenes Gewürz oder eine Mischung nach Ablauffrist automatisch schlecht ist: Sie ist vermutlich nicht mehr so aromatisch wie zuvor, aber man kann immer noch gut damit kochen. Ein guter Tipp ist, sich auf die eigene Nase zu verlassen. Riecht es muffig, dann sollte man das Gewürz entsorgen.

Quelle: dpa/BerlinOnline

| Aktualisierung: Dienstag, 2. April 2019 15:46 Uhr

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