Investorsuche: Abgeordnete wirft Haribo «Hinhaltetaktik» vor

Investorsuche: Abgeordnete wirft Haribo «Hinhaltetaktik» vor

Bei der Suche nach einem neuen Investor für das Haribo-Werk in Wilkau-Haßlau hat die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Linke) dem Süßwarenhersteller eine «Hinhaltetaktik» vorgeworfen. Es werde verschwiegen, dass das Unternehmen das Werk keinesfalls an einen Konkurrenten verkaufen wolle, erklärte sie. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten verlangte deswegen am Donnerstag eine Klarstellung von Haribo. Sollte dies stimmen, dann wären die bisherigen Ankündigungen des Konzerns «ein arglistiges Täuschungsmanöver», erklärte Landesbezirkssekretär Olaf Klenke.

Eine Ampel am Eingang zum Haribo-Werk leuchtet rot

© dpa

Eine Ampel am Eingang zum Haribo-Werk leuchtet rot.

Haribo stellt den Betrieb in Wilkau-Haßlau ein. «Es liegt kein Angebot des Wettbewerbs vor», erklärte ein Unternehmenssprecher auf dpa-Anfrage. Wie viele Interessenten es für das Werk im Landkreis Zwickau gibt, dazu hält sich das Unternehmen bedeckt. Zuletzt war von vier die Rede. «Wir prüfen ernsthaft alle seriösen Anfragen», so der Sprecher. Dabei habe es schon erste Gespräche gegeben.
Am Donnerstagnachmittag sollte der Bundestag in einer Aktuellen Stunde unter dem Titel «Der Fall Haribo - Niedergang des ostdeutschen Arbeitsmarktes stoppen» über die Entwicklungen beraten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 17. Dezember 2020 14:46 Uhr