Fehlbildungen bei Neugeborenen: Kliniken werden abgefragt

Fehlbildungen bei Neugeborenen: Kliniken werden abgefragt

Nach den Handfehlbildungen bei drei Neugeborenen in einer Klinik in Gelsenkirchen sind nun auch Krankenhäuser in Berlin um Meldung etwaiger Fälle gebeten. «Wir nehmen die Nachrichten aus Nordrhein-Westfalen zum Anlass, eine Abfrage bei den Berliner Geburtskliniken durchzuführen, ob oder wie oft vergleichbare Fälle in Berlin aufgetreten sind», teilte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Dabei orientiere man sich in Abstimmung mit anderen Bundesländern an der Abfrage aus Nordrhein-Westfalen. Auch andere Bundesländer starten solche Abfragen.

Im Gelsenkirchener Sankt Marien-Hospital Buer waren in 12 Wochen drei Kinder mit fehlgebildeten Händen geboren worden. «Das mehrfache Auftreten jetzt mag auch eine zufällige Häufung sein. Wir finden jedoch den kurzen Zeitraum, in dem wir jetzt diese drei Fälle sehen, auffällig», hatte die Klinik mitgeteilt. Fehlbildungen dieser Art habe man in der Klinik viele Jahre nicht gesehen, hieß es. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) verwies darauf, dass Fehlbildungen bei Neugeborenen sehr unterschiedliche Ursachen haben könnten. Er forderte ein bundesweites Register.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 18. September 2019 13:20 Uhr