Siamesische Zwillinge in Berlin bei OP getrennt

Siamesische Zwillinge in Berlin bei OP getrennt

Knapp zwei Wochen nach der Geburt siamesischer Zwillinge in der Berliner Charité sollen die Kinder einem Medienbericht zufolge getrennt worden sein.

Charite Berlin

© dpa

Nach der Geburt siamesischer Zwillinge in der Charite, sollen die Kinder voneinander getrennt worden sein.

Die Operation der zusammengewachsenen Kinder am Montag sei erfolgreich verlaufen, berichtete das Hamburger Online-Portal «Ärztenachrichtendienst» am Mittwoch (31. Juli 2019) und berief sich auf «zuverlässige Informationen».
Das Klinikum wollte den Bericht auf dpa-Anfrage weder bestätigen noch dementieren. «Da die Eltern derzeit keine mediale Öffentlichkeit wünschen, bitten wir, die Privatsphäre der Familie zu respektieren, und verweisen auf das Persönlichkeitsrecht und die ärztliche Schweigepflicht», teilte Charité-Sprecherin Manuela Zingl mit. Die Kinder kamen am 18. Juli per Kaiserschnitt zur Welt. Darüber hinaus erteilte die Klinik keine weiteren Auskünfte.
Als siamesische Zwillinge bezeichnet die Medizin eine Fehlentwicklung bei eineiigen Zwillingen, deren Körper miteinander verwachsen sind. Das passiert bereits in sehr frühen Entwicklungsstadien im Mutterleib. Einige Babys sind nur oberflächlich zusammengewachsen, andere teilen sich Organe oder Gliedmaßen.
Siamesische Zwillinge sind extrem selten. Geschätzt kommt es zu einer solchen Geburt pro 70.000 bis 200.000 Geburten. Vor der Geburt an der Charité waren in Deutschland zuletzt 2003 siamesische Zwillinge geboren worden. Ärzte in den USA konnten das Leben eines der Mädchen retten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 31. Juli 2019 16:15 Uhr