Eichenprozessionsspinner: Stärkerer Befall erwartet

Eichenprozessionsspinner: Stärkerer Befall erwartet

Beim Kontakt mit den feinen Brennhaaren drohen gesundheitliche Folgen: In den kommenden Wochen rechnen die Behörden in Berlin mit zunehmender Gefahr durch Raupen des Eichenprozessionsspinners.

Raupen vom Eichen-Prozessionsspinner

© dpa

Ein Nest mit Eichen-Prozessionsspinnern hängt an einem Baum.

Die Bevölkerung sollte befallene Areale meiden, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitag (7. Juni 2019) mit. «Ein gesundheitliches Gefährdungspotenzial besteht vor allem dort, wo die Raupennester und -prozessionen in unmittelbarer Nähe von Häusern, Wegen, Erholungs- und Sportanlagen, Kindertagesstätten, Schulen, Badegewässern und Freibädern zu finden sind.»

Leichte Zunahme des Raupenbefalls erwartet

In Berlin gehe man in diesem Jahr von einer leichten Zunahme des Befalls aus, die aber nicht besorgniserregend sei, sagte Derk Ehlert von der Senatsverwaltung für Umwelt. Die Raupen fressen austreibende Knospen und Blätter von Eichen und bilden etwa am Stamm auch größere Nester. Kommt man mit den Brennhärchen in Kontakt, kann es wegen des enthaltenen Nesselgifts zu Hautirritationen, Augenreizungen, Fieber, Schwindel und in einzelnen Fällen zu allergischen Schocks kommen.

Eichenprozessionsspinner nicht selbst bekämpfen

Die Nester der Raupen können unter anderem mechanisch entfernt werden. Manchmal werden befallene Bäume abgesperrt und Warnschilder aufgestellt. Von Bekämpfungsversuchen mit einem Wasserstrahl oder Flammen rät die Gesundheitsverwaltung ab - die Brennhaare könnten sich dadurch in der Umgebung weiter ausbreiten, hieß es.
Pollen-Allergiker
© dpa

Allergien

Ratgeber zu Heuschnupfen, Allergien gegen Lebensmittel, Milben, Medikamente und Tierhaare plus Behandlungsmöglichkeiten. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 7. Juni 2019 15:28 Uhr