Sterbehilfe-Verhandlung: Erzbischof wünscht «starkes Signal»

Sterbehilfe-Verhandlung: Erzbischof wünscht «starkes Signal»

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hofft vor der Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts zum Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe auf ein klares Zeichen zum Schutz des Lebens. «Wenn der Suizid als normale Option neben die Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen gestellt wird, befürchte ich eine Verschiebung des Wertesystems», sagte er der Funke Mediengruppe (Montag). «Konkret sehe ich die Gefahr, dass Menschen gedrängt werden oder sich gedrängt fühlen, von solchen Optionen auch Gebrauch zu machen.»

Erzbischof Heiner Koch

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Der Berliner Erzbischof Heiner Koch. Foto: Jörg Carstensen/Archivbild

Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am Dienstag und Mittwoch über das Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe (am 16./17.4.). Seit Ende 2015 steht Sterbehilfe als Dienstleistung unter Strafe. Dagegen haben schwer kranke Menschen, Sterbehilfe-Vereine und Ärzte geklagt. Das Urteil wird erfahrungsgemäß einige Monate später verkündet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. April 2019 05:40 Uhr