Zahl der Drogentoten ist gestiegen

Zahl der Drogentoten ist gestiegen

Entgegen dem Bundestrend hat die Zahl der Menschen, die an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben sind, in Berlin deutlich zugenommen.

Drogentote

© dpa

Einen Schuss Heroin spritzt sich ein Drogensüchtiger im Druckraum in den Unterarm.

Im vergangenen Jahr starben 191 Menschen in der Hauptstadt an Folgen ihres Rauschmittelkonsums, 23 mehr als 2017. Das geht aus am Mittwoch (10. April 2019) veröffentlichten Daten der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU) hervor. Damit hat die Zahl der Drogentoten in Berlin in den vergangenen Jahren wieder deutlich zugenommen. Der niedrigste Wert seit 2008 lag im Jahr 2012 bei 113 Toten. 2015 waren es 153.

Die meisten starben an Opioid-Überdosis

Bundesweit blieb die Zahl der Drogentoten im Vorjahr mit 1276 fast konstant. Hintergrund waren wie schon in früheren Jahren meistens Überdosen von Opioiden wie Heroin. Mortler mahnte angesichts wachsender Herausforderungen eine auskömmliche Finanzierung der kommunalen Suchthilfe an.
Logo beBerlin

Suchthilfe

Berlin verfügt über ein differenziertes Hilfesystem für Suchtkranke und deren Familienangehörige bzw. Bezugspersonen. Beratungsangebote und Broschüren im Überblick. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 10. April 2019 09:01 Uhr