Berliner Ärzte befürworten Masern-Impfpflicht

Berliner Ärzte befürworten Masern-Impfpflicht

Kinder- und Jugendärzte aus Berlin unterstützen eine Impfpflicht gegen Masern. Versuche, das Problem anders in den Griff zu bekommen, seien bislang gescheitert.

Eine Impfung wird in einer Arztpraxis vorbereitet

© dpa

«Auch aufgrund der immer wieder auftretenden schweren Epidemien stehen wir für eine Impfpflicht für Kinder», sagte Jakob Maske, Berliner Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, am Montag (25. März 2019) der Deutschen Presse-Agentur. Versuche, das Problem anders in den Griff zu bekommen, seien bislang gescheitert. In Deutschland setze man seit Jahren auf Freiwilligkeit, doch noch immer sei der Impfschutz nicht ausreichend.

Vorschlag an Gesundheitsminister Spahn geplant

SPD-Fraktionsvize und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte dem Redaktionsnetzwerk RND gesagt, er sei über eine Impfpflicht mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Gespräch und «zuversichtlich, dass wir demnächst einen entsprechenden Vorschlag vorlegen können».

Zahl der Masernfälle in Berlin derzeit rückläufig

Die Zahl der Masernfälle schwankt stark. Den bundesweit größten Ausbruch in den vergangenen zehn Jahren gab es 2015 mit 2465 Fällen, davon entfiel etwa die Hälfte auf Berlin. Aktuell ist die Zahl rückläufig. 2017 gab es in Berlin laut Robert Koch-Institut 69 Erkrankungen, 2018 waren es 30 Fälle und in diesem Jahr vier Infektionen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 25. März 2019 14:20 Uhr