Stasi-Unterlagenbehörde prüft Aktenfund von Ex-Klinik

Stasi-Unterlagenbehörde prüft Aktenfund von Ex-Klinik

Rund zwei Wochen nach einem großen Dokumentenfund auf dem Gelände einer früheren Klinik der DDR-Staatssicherheit in Berlin schalten sich Experten für Stasi-Unterlagen persönlich ein. Zwei Archivare würden sich den Fund im Lauf des Tages anschauen, sagte eine Sprecherin des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen am Mittwoch auf Anfrage. Die Erwartungshaltung, dass es sich tatsächlich um von der DDR-Staatssicherheit angelegte Dokumente handelt, sei angesichts bisher bekannter Beschreibungen und Fotos aber gedämpft.

Stasi-Unterlagen-Archiv

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Falko Schulz von der Außenstelle Erfurt des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes. Foto: Bodo Schackow/

Die Unterlagen wie OP-Protokolle betreffen schätzungsweise 25 000 frühere Patienten und waren Mitte Januar auf einem seit Jahren verlassenen Ex-Klinik-Gelände in Berlin-Buch gefunden worden. Sie wurden bei einem Umzug 2007 offenbar dort vergessen. Auf dem Areal befanden sich zu DDR-Zeiten neben einer städtischen Klinik auch zwei besonders gesicherte, für die Öffentlichkeit unzugängliche Krankenhäuser der Regierung und der Stasi.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 30. Januar 2019 12:30 Uhr