Ärztekammer: Telemedizin-Angebot muss sich erst entwickeln

Ärztekammer: Telemedizin-Angebot muss sich erst entwickeln

Video-Sprechstunde bei einem Arzt, bei dem man noch nie war - seit wenigen Tagen ist das in Berlin grundsätzlich möglich. Noch mangelt es aber am Telemedizin-Angebot: «Wir rechnen nicht mit einem großen Run bei den niedergelassenen Ärzten», sagte ein Sprecher der Berliner Ärztekammer mit Blick auf die nun in Kraft getretene Änderung der Berufsordnung. Das Angebot müsse sich erst noch entwickeln und habe «natürliche Grenzen», etwa in Fachrichtungen, in denen körperliche Untersuchungen nötig sind.

Telemedizin in Berlin

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Auf einem Monitor des Telemedizincentrum Charite (TMCC) sind Herzrate, Sauerstoffsättigung und Pulsrate abzulesen. Foto: Christoph Soeder/Archiv

Das Fernbehandlungsverbot, wonach Ärzte neue Patienten nur nach persönlichem Gespräch behandeln dürfen, war im Frühjahr 2018 auf dem Deutschen Ärztetag gekippt worden, die Berliner Kammer stimmte dem im Herbst zu. Der Kontakt zwischen Arzt und Patient ausschließlich über Kommunikationsmedien ist damit nun im Einzelfall erlaubt. Den persönlichen Kontakt sieht die Ärztekammer aber weiter als «Goldstandard».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 13. Januar 2019 09:40 Uhr