Senat ordnet Gebühren für Rettungsdienst neu

Senat ordnet Gebühren für Rettungsdienst neu

Der Berliner Senat hat die Gebühren für den Rettungsdienst neu festgelegt. Demnach müssen die Krankenkassen nun deutlich mehr zahlen, wenn Patienten wegen Notfällen in Spezialfahrzeugen der Feuerwehr transportiert werden. Umgekehrt wird der Einsatz von Rettungs- und Notarztwagen billiger, wie die Senatsinnenverwaltung am Dienstag mitteilte.

Rettungswagen

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Ein Rettungswagen mit Blaulicht. Foto: Lukas Schulze/Archiv

Die Alarmierung eines Rettungswagens (RTW) kostet demnach künftig 299 statt bisher 319 Euro. Ein Notarztwagen schlägt nun mit 232 statt 336 Euro zu Buche. Wird jedoch eines der drei hoch spezialisierten Stroke- Einsatz-Mobile zur Behandlung von Schlaganfall-Patienten (Stemo) benötigt, werden künftig 846 Euro statt 319 Euro fällig. Noch stärker ist die Preissteigerung für die Spezialfahrzeuge zum Transport von Infektionspatienten (von 319 auf 3400 Euro) beziehungsweise von stark übergewichtigen Patienten (von 319 auf 2464 Euro). Davon hat die Feuerwehr je ein Modell im Einsatz.
Der neuen Gebührenstruktur war ein längerer Streit mit den Krankenkassen und Gerichtsverfahren vorausgegangen. Im Ergebnis entstehen für stark frequentierte Rettungsmittel niedrigere und für weniger eingesetzte Fahrzeuge höhere Gebühren. 2017 zählte die Berliner Feuerwehr laut Innenverwaltung 435 000 RTW-Alarmierungen, 100 000 Notarztalarmierungen und rund 2800 Stemo-Einsätze.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 8. Januar 2019 16:50 Uhr