Vereinzelte Grippefälle in Berlin: Impfstoffe nachbestellt

Vereinzelte Grippefälle in Berlin: Impfstoffe nachbestellt

Die Welle kommt erst noch: Bisher greift das Grippevirus in Berlin nach offiziellen Zahlen nicht massiv um sich. In der Woche vor Silvester wurden dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) lediglich drei bestätigte Fälle gemeldet. Damit erkrankten seit Saisonbeginn im Herbst knapp 70 Menschen in Berlin nachweislich an Influenza. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Lageso-Bericht hervor. Es sei von einem Melde-Verzug wegen der Feiertage auszugehen, hieß es.

Schutzimpfung

© dpa

Eine Impfung. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Zuletzt waren Engpässe bei der Versorgung mit Grippe-Impfstoffen auch mancherorts in Berlin bekannt geworden. Aus dem Ausland seien daraufhin 3000 Chargen geordert worden, sagte eine Lageso-Sprecherin auf Anfrage. Die Behörde hatte zuvor den Bezug aus anderen Ländern der Europäischen Union sowie eine Versorgung der Apotheken und Arztpraxen untereinander erlaubt. Experten gingen jedoch davon aus, dass die meisten Risikopatienten im Dezember ohnehin bereits geimpft waren. Empfohlen wird die Impfung etwa chronisch Kranken, Menschen über 60, medizinischem Personal und Schwangeren.
Die Grippewelle im vergangenen Winter werteten Experten als stärkste seit Jahren. Nach Schätzungen gingen neun Millionen Menschen wegen Grippe zum Arzt, vermutlich starben daran mehr als 20 000 Menschen bundesweit, vor allem Ältere. Die Zahl der tatsächlichen Meldungen bei Gesundheitsbehörden zeigt nur ungefähr den Trend, da nicht jeder Patient zum Arzt geht und nur ausgewählte Praxen Proben einschicken.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 3. Januar 2019 17:10 Uhr