«Drug-Checking» ab jetzt auch in Berlin

«Drug-Checking» ab jetzt auch in Berlin

Nach jahrelangen Überlegungen will Berlin Testmöglichkeiten für Drogen wie Ecstasy-Pillen schaffen. Ein Modellprojekt zum sogenannten Drug-Checking starte am Donnerstag (1. November 2018), teilte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Ecstasy-Pille

© dpa

Ein Zollmitarbeiter zeigt bei einer Pressekonferenz eine Ecstasy-Pille.

Drug-Checking bedeutet, dass eine offizielle Stelle etwa Pillen vom Schwarzmarkt chemisch analysiert. Es geht laut Gesundheitsverwaltung darum, möglichst genaue und umfassende Informationen über die Inhaltsstoffe und deren Dosierungen zu erhalten und die Ergebnisse publik zu machen.

150.000 Euro für Drug Checking eingeplant

Für das Projekt stehen 30.000 in diesem und 120.000 Euro im kommenden Jahr bereit. Den Zuschlag haben laut Angaben Organisationen der Berliner Drogen- und Suchthilfe erhalten. Zunächst sollen diese ein Gutachten zur rechtlichen Machbarkeit des Angebots einholen. Wegen der Rechtslage in Deutschland benötigt Berlin für das Testangebot laut Angaben eine Ausnahmegenehmigung des Bundesinstituts für Arzneimittel- und Medizinprodukte.

Angebot soll Partygänger schützen

In anderen Ländern wie der Schweiz gibt es Drug-Checking schon seit Jahren. Dort wird etwa online vor hoch dosierten Pillen gewarnt. Eine Befragung im Auftrag des Senats zeigte, dass Partygänger in Berlin verbreitet Drogen wie Cannabis, Amphetamine und Ecstasy nehmen.
Logo beBerlin

Suchthilfe

Berlin verfügt über ein differenziertes Hilfesystem für Suchtkranke und deren Familienangehörige bzw. Bezugspersonen. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 1. November 2018 10:49 Uhr