Start: Beratungsstelle für Menschen ohne Krankenversicherung

Start: Beratungsstelle für Menschen ohne Krankenversicherung

Für Menschen ohne Krankenversicherung gibt es von Dienstag an in Berlin eine spezielle Beratungsstelle. «Wir wollen diejenigen unterstützen, die ärztliche Hilfe brauchen, aber keine Krankenversicherungskarte vorweisen können», teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) am Montag mit. Ein Ziel sei es, die Ratsuchenden in eine Versicherung in Deutschland oder im Ausland zu vermitteln beziehungsweise anderweitige Ansprüche zu prüfen, hieß es.

Dilek Kolat

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Dilek Kolat (SPD), Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, spricht im Abgeordnetenhaus. Foto: Christoph Soeder/Archiv

Die sogenannte Clearingstelle wird von Kolats Senatsverwaltung finanziert, Träger ist die Berliner Stadtmission. Ihren Sitz hat sie in deren «Zentrum am Hauptbahnhof» in der Lehrter Straße 68. Dort sind bereits mehrere Angebote der Stadtmission gebündelt, zum Beispiel für Wohnungslose.
Die Anlaufstelle steht den Angaben zufolge allen Menschen mit ungeklärtem Krankenversicherungsschutz offen - dazu zählen neben Menschen ohne Aufenthaltsstatus zum Beispiel auch Selbstständige ohne Krankenversicherung. Insgesamt wird in Berlin von etwa 60 000 Betroffenen ausgegangen, wie die Gesundheitsverwaltung unter Berufung auf Schätzungen nichtstaatlicher Organisationen mitteilte. Ein Viertel bis die Hälfte von ihnen gelte als «versicherbar».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 9. Oktober 2018 09:57 Uhr