Corona-Infektion schützt erheblich vor erneuter Ansteckung

Corona-Infektion schützt erheblich vor erneuter Ansteckung

Eine Corona-Infektion schützt einer Studie aus Österreich zufolge zumeist vor einer erneuten Ansteckung.

Geringere Ansteckungsgefahr nach Corona-Infektion

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Forscher aus Österreich nehmen an, dass das Ansteckungsrisiko einige Monate nach einer ersten Corona-Infektion sehr gering ist.

Nach einem Abstand von ungefähr sieben Monaten zur Erstinfektion hätten Menschen mit einer bereits durchgemachten Sars-CoV-2-Infektion ein um 91 Prozent niedrigeres Risiko für eine Ansteckung aufgewiesen, berichten Forscher um Stefan Pilz von der Med Uni Graz im «European Journal of Clinical Investigation». Die Ergebnisse seien aber noch vorsichtig zu interpretieren, hieß es am Montag (15. Februar 2021) von der Universität.

Infizierte aus erster und zweiter Infektionswelle verglichen

Über 400.000 Menschen in Österreich wurden bisher positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Für die Studie wurden in der zweiten Infektionswelle von September bis November vergangenen Jahres Menschen, die sich in der ersten Infektionswelle (Februar bis April 2020) mit dem Virus infiziert hatten, mit der übrigen österreichischen Allgemeinbevölkerung verglichen.

Immunität bei Sars-CoV-2-Virusmutationen noch nicht untersucht

«Diese Daten zeigen eine sich aufbauende Immunität gegen Sars-CoV-2in der österreichischen Bevölkerung, wobei wir aktuell noch nicht wissen, inwieweit diese Immunität auch auf diverse Sars-CoV-2-Virusmutationen umzulegen ist, beziehungsweise wie lange und in welcher Stärke dieser Re-Infektionsschutz über größere Zeiträume anhält», betonte Franz Allerberger von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages). Weitere Auswertungen über längere Zeiträume sowie von Daten aus anderen Ländern seien erforderlich.
Ansteckungsgefahr im Kino
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 16. Februar 2021 07:53 Uhr