Kinderärzte fordern nationales Impfregister

Kinderärzte fordern nationales Impfregister

In der Debatte um Masernimpfungen pocht der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte auf die Einführung eines nationalen Impfregisters.

Impfung

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Eine Arzthelferin impft in einer Arztpraxis eine Patentin mit einer Spritze.

Bis ein solches Register existiere, fordere der Verband eine generelle Impfpflicht, sagte Sprecher Hermann Josef Kahl vor dem Beginn der Europäischen Impfwoche (24. bis 30. April 2019). Mit einem Impfregister würde es zum Beispiel automatische Benachrichtigungen geben, dass eine Impfung ansteht. «Das hat dann nicht mehr die Keulenwirkung einer Impfpflicht», ergänzte Kahl.
Für den Berufsverband sind nicht Impfskeptiker oder Impfgegner das größte Hindernis auf dem Weg zu ausreichend hohen Durchimpfungsraten. «Es ist das Terminmanagement», betonte Kahl. «Viele Impftermine werden von Eltern vergessen oder ein Kind wird krank. Und dann wird kein neuer Termin vereinbart.» Impfgegner machten dagegen nach Schätzungen des Verbands maximal ein bis zwei Prozent der Bevölkerung aus.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 23. April 2019 09:31 Uhr