Gestörtes Körperbild: Problem trifft auch Männer

Gestörtes Körperbild: Problem trifft auch Männer

Essstörungen und ein gestörtes Körperbild betreffen nicht nur Frauen. Auch Männer können Gefahr laufen, ihren Körper zwanghafter Kontrolle zu unterwerfen.

Wenn der Spiegel lügt

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Viele Männer leiden unter einem gestörten Körperbild - sie nehmen sich schmächtiger wahr, als sie eigentlich sind.

Hühnerbrust oder Muskelprotz? Ein gestörtes Körperbild ist nicht nur ein Frauenproblem. Männer sind davon ebenso betroffen, nur mit etwas anderen Vorzeichen, erklärt der Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP). Das Resultat ist aber ähnlich: Denn ein gestörtes Körperbild oder -schema geht häufig mit schweren psychischen Erkrankungen wie Magersucht oder Ess-Brechsucht einher.

Männer nehmen sich als schmächtig wahr

Gemeinsam ist allen Betroffenen, dass sie sich ständig mit den Themen Essen und Gewicht beschäftigen und ihr Selbstwertgefühl vor allem von ihrem Äußeren abhängt. Männer haben dabei aber ein anderes Idealbild als Frauen: Während letztere ihren Körperumfang meist überschätzen und gerne dünner wären, nehmen Männer sich als schmächtig wahr und hätten gerne mehr Muskeln.

Teufelskreis aus Muskel- und Magersucht

Deshalb macht sich das gestörte Körperbild bei Männern häufig auch etwas anders bemerkbar, mit exzessivem Sport etwa. Die Experten sprechen dabei von einem Teufelskreis aus Muskel- und Magersucht. Das Problem: Oft wird diese Form der Körperbild- und Essstörung erst sehr spät diagnostiziert. Damit sinken die Chance auf eine erfolgreiche Behandlung.
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Essstörungen: Anzeichen sind sehr vielfältig

Den eigenen Körper verabscheuen und unkontrolliert viel oder viel zu wenig essen: Eine Essstörung kann sich auf unterschiedliche Weise äußern. Wichtig ist, dass sich Betroffene möglichst früh Hilfe holen. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 29. Januar 2019 12:14 Uhr