Bei Kniearthrose kann Bewegung die Schmerzen lindern

Bei Kniearthrose kann Bewegung die Schmerzen lindern

Wenn die Knie wehtun, hält sich die Lust auf Sport oft in Grenzen. Mancher Betroffene fürchtet auch, seinen Gelenken durch Training zusätzlich zu schaden. Doch die Sorge ist unbegründet. Es gibt viele Übungen, die den Gelenken gut tun.

Kniearthrose

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Eine Kniearthrose verursacht meist Schmerzen. Trotzdem sollten Betroffene nach Möglichkeit in Bewegung bleiben - denn die ist wichtig für ihre Gelenke. Foto: Christin Klose

Köln (dpa/tmn) - Auch wenn es erstmal weh tut: Menschen mit Kniearthrose brauchen Bewegung. Kräftigungs- und Beweglichkeitsübungen könnten Schmerzen lindern, die Gelenke stärken und ihre Funktion verbessern, erläutert das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) auf seinem Portal.
Ideal seien zwei bis drei Mal pro Woche 45 Minuten. Für Menschen mit Gelenkschmerzen sei es besonders wichtig, ein Training auszusuchen, das Spaß macht - nur so bleibt man dabei.
In ein Fitnessstudio gehen müssen Betroffene dafür nicht unbedingt. Das IQWIG schlägt für zu Hause nach einem kurzen Aufwärmprogramm - zum Beispiel fünf bis zehn Minuten zügiges Gehen - unter anderem diese beiden Übungen für die Beinmuskulatur vor:
- Einen Fuß auf die erste Stufe einer Treppe stellen. Nun den anderen Fuß ebenfalls auf die Stufe heben und gleich wieder auf den Boden senken. Die Übung eine Minute lang ausführen, dann die Seite wechseln.
- Auf einen Stuhl setzen und die Beine im 90-Grad-Winkel leicht gespreizt aufstellen. Die Arme vor der Brust kreuzen und den Oberkörper leicht vorbeugen. Dann langsam aufstehen und wieder hinsetzen. Eine Minute lang durchhalten, kurze Pause, dann die Übungszeit Stück für Stück verlängern.
Vor allem am Anfang können bei solchen Übungen leichte Schmerzen auftreten. Auf einer Skala des persönlichen Schmerzempfindens von Null bis Zehn sollten sie aber nicht stärker sein als eine Fünf. Außerdem wichtig: Die Schmerzen sollten nicht noch Stunden anhalten und die Gelenke dürfen nicht am Folgetag geschwollen sein. Ist das der Fall, sollte das Training durch weniger Wiederholungen oder leichtere Übungen angepasst werden. Hilfreich sei es, eine Fachkraft zu fragen, ob man die Übungen richtig ausführt. Der behandelnde Arzt oder Physiotherapeut hilft auch bei der Wahl des Trainingsprogramms.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 30. Oktober 2018 11:05 Uhr