Mehr Menschen in Berlin ertrunken

Mehr Menschen in Berlin ertrunken

In der ablaufenden Badesaison sind in Berlin zwölf Menschen beim Schwimmen und Baden ertrunken. Bis Ende August seien das sieben Todesfälle mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Bad Nenndorf (Niedersachsen) mit.

Zwei Rettungsschwimmer der DLRG

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Zwei Rettungsschwimmer der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) gehen am Strand entlang.

In Brandenburg hat sich die Zahl der Badetoten sogar auf 28 verdoppelt. Die Entwicklung in beiden Ländern entspricht damit dem Bundestrend. Deutschlandweit beläuft sich die Zahl der Toten den Angaben zufolge auf 445 und liegt damit so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Zwei Gründe für hohe Zahl der Badetoten

Das liege auch an dem außergewöhnlich guten Sommer. «Jeder, der die Möglichkeit hatte, ist natürlich Schwimmen gegangen», sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese. Allein die Zahl der ertrunkenen Vor- und Grundschulkinder stieg um 100 Prozent auf 26. «Diese Zahlen sind das Ergebnis der Bäderschließungen und der damit verbundenen Ausfälle von Schwimmunterricht an den Schulen», erklärte DLRG-Präsident Achim Haag.

Männer ertrinken häufiger als Frauen

Die meisten Menschen ertrinken laut DLRG, weil sie zu leichtsinnig und risikobereit sind oder die eigene Leistungsfähigkeit überschätzen. Am häufigsten gingen Menschen an unbewachten Gewässern wie Seen und Flüssen unter. Beunruhigend sei aber auch die Zahl der Toten in Schwimmbädern: Dort ertranken bundesweit 19 Menschen mehr als 2017. Rund 80 Prozent der Badetoten sind Männer.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 13. September 2018 16:01 Uhr